Präsident Donald Trump schlug auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, Schweiz, am Mittwoch ein beschleunigtes Genehmigungsverfahren für Atomkraftwerke für Technologieunternehmen im Silicon Valley vor, um den steigenden Energiebedarf der künstlichen Intelligenz zu decken. Trump schlug vor, dass Technologieunternehmen ihre eigenen Atomkraftwerke bauen, um die KI-Entwicklung anzutreiben, und versprach eine Genehmigung innerhalb von drei Wochen, was eine deutliche Abweichung vom Standardverfahren der Nuclear Regulatory Commission (NRC) darstellt.
Trump betonte in seiner Ansprache an Technologievorstände die Notwendigkeit einer erhöhten Energieproduktion, um das Wachstum der KI zu unterstützen, und verwies auf Bedenken hinsichtlich des alternden US-amerikanischen Stromnetzes. "Ihr Leute seid brillant. Ihr habt viel Geld. Ihr könnt eure eigenen Stromerzeugungsanlagen bauen", erklärte Trump und skizzierte seine Vision einer dezentralen Energielösung, die vom Privatsektor getragen wird.
Die Regierung sieht potenzielle Stromengpässe als eine kritische Bedrohung für das Wirtschaftswachstum und die nationale Sicherheit, die durch den exponentiellen Energieverbrauch von KI-Technologien verursacht wird. Trump argumentierte, dass die Straffung des Genehmigungsverfahrens für neue Atomkraftwerke unerlässlich sei, um den Anforderungen des KI-Zeitalters gerecht zu werden. "Wir brauchten mehr als doppelt so viel Energie wie derzeit im Land, nur um uns um die KI-Anlagen zu kümmern", sagte er und betonte das Ausmaß des prognostizierten Energiedefizits.
Das derzeitige Genehmigungsverfahren der NRC für Atomkraftwerke dauert in der Regel Jahre und umfasst umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfungen, Sicherheitsüberprüfungen und öffentliche Anhörungen. Trumps Vorschlag zielt darauf ab, diesen Zeitrahmen drastisch zu verkürzen und möglicherweise den Einsatz neuer Atomenergieinfrastruktur zu beschleunigen. Dieses beschleunigte Verfahren könnte die Priorisierung von Anträgen von Technologieunternehmen und die Straffung von Regulierungsprüfungen beinhalten, wobei spezifische Details noch unklar sind.
Der Vorschlag hat innerhalb der Energiewirtschaft und unter Regulierungsexperten eine Debatte ausgelöst. Befürworter argumentieren, dass er Innovationen und Investitionen in fortschrittliche Nukleartechnologien, wie z. B. kleine modulare Reaktoren (SMRs), die für eine schnellere Konstruktion und Bereitstellung konzipiert sind, fördern könnte. Kritiker äußern jedoch Bedenken hinsichtlich potenzieller Kompromisse bei Sicherheits- und Umweltstandards, wenn das Genehmigungsverfahren deutlich verkürzt wird. Die langfristigen Auswirkungen auf die Energielandschaft und den Regulierungsrahmen bleiben abzuwarten.
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