Coinbase gab am Mittwoch die Gründung eines unabhängigen Beirats bekannt, der die potenzielle Bedrohung durch Quantencomputing für die Blockchain-Technologie und Kryptowährungen bewerten und sich darauf vorbereiten soll. Der Coinbase Independent Advisory Board on Quantum Computing and Blockchain wird Experten aus den Bereichen Informatik, Kryptographie, Fintech, Blockchain und Sicherheit von Institutionen wie Stanford, Harvard, der University of California, der Ethereum Foundation und der DeFi-Plattform EigenLayer sowie Coinbase selbst zusammenbringen.
Der Schwerpunkt des Gremiums wird auf der Analyse der Risiken liegen, die das Quantencomputing für aktuelle Verschlüsselungsmethoden darstellt, insbesondere für diejenigen, die zur Sicherung von Krypto-Wallets und privaten Schlüsseln verwendet werden. Quantencomputer könnten mit ihrer weitaus höheren Rechenleistung potenziell die kryptografischen Algorithmen aufbrechen, die Bitcoin und andere Kryptowährungen untermauern.
Jeff Lunglhofer, Coinbase Chief Information Security Officer, erklärte in einem Interview mit Fortune, dass das Aufkommen des Quantencomputings bestehende Verschlüsselungsmechanismen obsolet machen könnte. Dies stellt eine erhebliche Herausforderung für die Sicherheit digitaler Vermögenswerte dar, da es böswilligen Akteuren ermöglichen könnte, auf Kryptowährungsbestände zuzugreifen und diese zu stehlen.
Bitcoin, das 2009 auf den Markt kam, hat kontinuierlich und ohne gehackt zu werden funktioniert und sich als robustes und sicheres Netzwerk etabliert. Die langfristige Bedrohung durch Quantencomputing erfordert jedoch proaktive Maßnahmen zum Schutz des Blockchain-Ökosystems.
Die Einrichtung des Beirats spiegelt das Engagement von Coinbase wider, potenziellen Sicherheitsbedrohungen einen Schritt voraus zu sein und die langfristige Lebensfähigkeit von Kryptowährungen zu gewährleisten. Durch die Zusammenführung führender Experten auf diesem Gebiet will Coinbase Strategien und Lösungen entwickeln, um die mit dem Quantencomputing verbundenen Risiken zu mindern und zu quantenresistenten kryptografischen Methoden überzugehen. Der Schritt signalisiert einen proaktiven Ansatz gegenüber einer zukünftigen Bedrohung und erkennt die Notwendigkeit für die Kryptoindustrie an, sich angesichts des technologischen Fortschritts anzupassen und weiterzuentwickeln.
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