Die Zahl stellt einen Rückgang von 7,1 Milliarden Pfund oder 38 % gegenüber Dezember des Vorjahres dar. Tom Davies, stellvertretender Direktor der ONS-Abteilung für den öffentlichen Dienst, führte den Rückgang auf einen starken Anstieg der Einnahmen im Vergleich zu einem moderaten Anstieg der Ausgaben zurück.
Trotz des Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blieben die Dezember-Kreditaufnahmen höher als die im Dezember 2023 verzeichneten 8,1 Milliarden Pfund. Der Wert von 11,6 Milliarden Pfund ist zudem die zehnthöchste Dezember-Kreditaufnahme seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1993, ohne Inflationsbereinigung.
Die Steuereinnahmen der Regierung stiegen im Dezember 2025 um 7,7 Milliarden Pfund, ein Anstieg von 8,9 % gegenüber dem gleichen Monat im Jahr 2024. Dieser Anstieg wurde durch höhere Einkommensteuer, Körperschaftssteuer, Mehrwertsteuer und Sozialversicherungsbeiträge getragen.
Ökonomen hatten für Dezember eine höhere Kreditaufnahme prognostiziert. Die tatsächlichen Zahlen könnten eine Debatte über die Finanzpolitik der Regierung und ihre Auswirkungen auf die Staatsverschuldung auslösen. Die Regierung hat ihr Bekenntnis zu fiskalischer Verantwortung und nachhaltigen öffentlichen Finanzen betont. Die Opposition argumentiert, dass die Zahlen nicht den wahren Zustand der Wirtschaft widerspiegeln und dass weitere Maßnahmen zur Bewältigung der Lebenshaltungskostenkrise erforderlich sind.
Die ONS-Daten bieten eine Momentaufnahme der Staatsfinanzen für einen einzelnen Monat. Der Gesamttrend der staatlichen Kreditaufnahme wird sich mit der Veröffentlichung weiterer Daten in den kommenden Monaten deutlicher abzeichnen. Die Zahlen werden von Ökonomen, politischen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit genau beobachtet, um die Gesundheit der britischen Wirtschaft zu beurteilen.
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