Die Kreditaufnahme der britischen Regierung ist im Dezember stärker als erwartet gesunken, da robuste Steuereinnahmen die Bemühungen von Schatzkanzlerin Rachel Reeves um die Verwaltung der öffentlichen Finanzen unterstützten. Das Office for National Statistics berichtete am Donnerstag, dass die Ausgaben die Steuereinnahmen um 11,6 Milliarden Pfund Sterling (15,6 Milliarden US-Dollar) überstiegen.
Das Defizit war 7,1 Milliarden Pfund geringer als im Vorjahr und lag unter dem Medianwert von 13 Milliarden Pfund, der in einer Bloomberg-Umfrage unter Ökonomen prognostiziert wurde. Die Kreditaufnahme im Dezember war die niedrigste seit 2003.
Die besser als erwarteten Zahlen könnten Reeves einen potenziellen Aufschwung geben, da sie vor den anstehenden Parlamentswahlen fiskalische Verantwortung demonstrieren will. Stärkere Steuereinnahmen, die auf eine widerstandsfähige Wirtschaft zurückzuführen sind, trugen wesentlich zur Verringerung des Defizits bei.
Analysten vermuten, dass die verbesserten Kreditaufnahmezahlen der Regierung im kommenden Haushalt etwas fiskalischen Spielraum verschaffen könnten. Sie warnen jedoch, dass weiterhin erhebliche Herausforderungen bestehen, darunter anhaltender Inflationsdruck und die Notwendigkeit nachhaltiger Investitionen in öffentliche Dienstleistungen.
Die Daten des Office for National Statistics zeigten auch, dass die Einnahmen der Zentralregierung höher als erwartet waren, was auf höhere Einkommensteuer- und Mehrwertsteuereinnahmen zurückzuführen ist. Die Staatsausgaben blieben erhöht, was auf die laufenden Kosten im Zusammenhang mit dem Gesundheitswesen und der sozialen Sicherheit zurückzuführen ist.
Ökonomen werden die kommenden Wirtschaftsdaten genau beobachten, um die Nachhaltigkeit der jüngsten Verbesserung der öffentlichen Finanzen zu beurteilen. Es wird erwartet, dass sich der Schatzkanzler in den kommenden Wochen zu den neuesten Zahlen äußern und die fiskalische Strategie der Regierung darlegen wird.
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