Die Behauptung Donald Trumps, NATO-Truppen hätten sich während des Krieges in Afghanistan "etwas abseits der Frontlinien" aufgehalten, wurde von Gesundheits- und Sozialminister Stephen Kinnock als "enttäuschend" bezeichnet. Kinnock erklärte, dass Großbritannien und andere Verbündete "immer Seite an Seite mit den Vereinigten Staaten gestanden" und zu von den USA geführten Missionen beigetragen hätten.
Kinnock, der gegenüber BBC Breakfast sprach, würdigte die in Afghanistan getöteten britischen Soldaten und bezeichnete die britischen Streitkräfte als "die Definition von Patriotismus, Mut, Hingabe und Professionalität". Er fügte hinzu: "Sie haben ihr Leben riskiert, um unser Land zu verteidigen. Ich bin von den Äußerungen von Präsident Trump enttäuscht." Kinnock äußerte sich zu der Angelegenheit auch gegenüber Sky News.
Die Äußerungen Trumps stießen auch bei anderen Parlamentsabgeordneten auf Kritik. Die Labour-Abgeordnete Emily Thornberry nannte die Behauptung "eine absolute Beleidigung" für die 457 britischen Soldaten, die in dem Konflikt getötet wurden. Der Vorsitzende der Liberaldemokraten, Sir Ed Davey, stellte Trumps Recht in Frage, "ihr Opfer in Frage zu stellen".
Das Vereinigte Königreich schloss sich den USA im Jahr 2001 in Afghanistan an, nachdem nach den Terroranschlägen vom 11. September die NATO-Klausel zur kollektiven Sicherheit aktiviert worden war. Diese Aktion demonstrierte das Prinzip der kollektiven Verteidigung, einen Eckpfeiler des NATO-Bündnisses, bei dem ein Angriff auf ein Mitglied als Angriff auf alle betrachtet wird. Der Einsatz von Truppen aus verschiedenen NATO-Ländern unterstrich das internationale Engagement für die Bekämpfung des Terrorismus und die Unterstützung der Stabilität in der Region.
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