Am Sonntagmorgen wurden Gläubige aus einer Kirche im Norden Nigerias entführt, und mindestens eine Frau konnte fliehen, nachdem sie mit einem Gewehr auf den Kopf geschlagen worden war. Der Angriff ereignete sich in einer Zweigstelle der Cherubim and Seraphim Movement Church in Kurmin Wali, einem Dorf 135 km (84 Meilen) nördlich von Abuja, der Hauptstadt des Landes.
Sarah Peter, nicht ihr richtiger Name, ein 60-jähriges Opfer, schilderte der BBC ihre Tortur mit den Worten: "Überall war Blut", und erzählte, wie sie geschleift wurde, obwohl sie nicht laufen konnte. Sie schaffte es, sich zu verstecken, bis die Angreifer außer Sichtweite waren, und kroch zurück ins Dorf. Ein großes Pflaster bedeckte eine Kopfverletzung, die sie bei dem Angriff erlitten hatte.
Nach Angaben der lokalen Niederlassung der Christian Association of Nigeria konnten zwar 11 Menschen fliehen, aber mehr als 160 Menschen der Cherubim and Seraphim Movement Church und zwei weiteren Kirchen im selben Dorf werden noch vermisst.
Entführungen gegen Lösegeld sind in Nigeria ein häufiges Ereignis, insbesondere in den nordwestlichen und zentralen Regionen. Bewaffnete Banden zielen oft auf schutzbedürftige Gemeinden ab und fordern Zahlungen für die Freilassung der Entführten. Der Anstieg solcher Vorfälle hat zu verstärkten Sicherheitsmaßnahmen durch die nigerianische Regierung geführt, aber die Weitläufigkeit des Gebiets und die begrenzten Ressourcen der Strafverfolgungsbehörden stellen erhebliche Herausforderungen dar.
Die Behörden untersuchen derzeit den Vorfall und koordinieren die Bemühungen, die vermissten Personen zu finden. Die Christian Association of Nigeria hat verstärkte Sicherheitsmaßnahmen gefordert, um religiöse Einrichtungen und Gemeinden vor weiteren Angriffen zu schützen. Die langfristigen Auswirkungen dieser Entführungen auf die betroffenen Gemeinden, die bereits mit Armut und Unsicherheit zu kämpfen haben, sind weiterhin ein großes Problem.
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