Ein Mann aus Toronto, Dallas Pokornik (33), wurde auf Hawaii wegen Betrugs per Telekommunikation angeklagt, nachdem er sich angeblich mehrere Jahre lang als Airline-Pilot ausgegeben hatte, um Hunderte von Freiflügen von großen US-Fluggesellschaften zu erhalten. Staatsanwälte gaben diese Woche bekannt, dass Pokornik über einen Zeitraum von vier Jahren angeblich drei Fluggesellschaften betrogen hat, indem er gefälschte Ausweise benutzte und branchenübliche Praktiken im Zusammenhang mit Standby-Tickets für Airline-Mitarbeiter ausnutzte.
Fluggesellschaften bieten ihren Mitarbeitern üblicherweise Standby-Tickets an und im Rahmen von Gegenseitigkeitsvereinbarungen auch Mitarbeitern anderer Fluggesellschaften, um die effiziente Bewegung von Personal innerhalb der Branche zu erleichtern. Pokornik wird beschuldigt, dieses System ausgenutzt zu haben, indem er sich fälschlicherweise als Pilot ausgab und sich so Zugang zu diesen kostenlosen Flügen verschaffte. Der Fall erinnert an den Film "Catch Me If You Can", der einen Betrüger zeigt, der sich als verschiedene Berufsgruppen ausgab, darunter auch als Pilot.
Betrug per Telekommunikation, die Anklage gegen Pokornik, ist ein Bundesverbrechen in den Vereinigten Staaten, bei dem elektronische Kommunikation zur Ausführung eines betrügerischen Plans verwendet wird. Die genauen Details, wie Pokornik die gefälschten Ausweise angeblich erstellt und verwendet hat, wurden noch nicht vollständig offengelegt, aber die Behörden gaben an, dass der Plan erhebliche Planung und Täuschung beinhaltete. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, und es werden weitere Details erwartet, sobald der Fall das US-Rechtssystem durchläuft.
Der Vorfall wirft Fragen zu den Sicherheitsprotokollen innerhalb der Luftfahrtindustrie und dem Potenzial zur Ausnutzung von Reisevorteilen für Mitarbeiter auf. Obwohl das Standby-Ticket-System darauf ausgelegt ist, den Flugbetrieb weltweit zu rationalisieren, unterstreicht dieser Fall die Notwendigkeit verbesserter Überprüfungsmaßnahmen, um betrügerischen Zugriff zu verhindern. Ähnliche Vorfälle mit dem Missbrauch von Leistungen für Fluggesellschaftsmitarbeiter hat es international gegeben, was zu laufenden Überprüfungen der Sicherheitsverfahren innerhalb der Branche geführt hat.
Pokornik war Berichten zufolge zwischen 2017 und 2019 Flugbegleiter bei einer Fluggesellschaft mit Sitz in Toronto. Es ist weiterhin unklar, inwieweit seine frühere Beschäftigung als Flugbegleiter seinen angeblichen Betrug erleichtert haben könnte. Die Gerichtsverfahren auf Hawaii werden das Ausmaß von Pokorniks angeblichem Betrug und die potenziellen Konsequenzen bestimmen, mit denen er nach US-Recht konfrontiert ist.
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