Stellen Sie sich einen Film über Beton vor. Ja, dieses stumpfe, graue Zeug unter unseren Füßen, das Material von Gehwegen und Parkhäusern. Klingt fesselnd, oder? Nun, halten Sie sich fest, denn John Wilson, das komödiantische Mastermind hinter "How To With John Wilson", hat das Unmögliche vollbracht. Er hat mit "The History of Concrete" den vielleicht unterhaltsamsten Dokumentarfilm des Sundance Film Festivals 2026 geschaffen, einen Film über ein Thema, dem scheinbar jegliches inhärentes Interesse fehlt.
In einer Welt, die von Dokumentarfilmen über schwerwiegende Themen und drängende soziale Belange gesättigt ist, wagt Wilson zu fragen: Kann ein Filmemacher einen amüsanten Film über etwas völlig Belangloses machen? Und laut Peter Debruge, Chef-Filmkritiker bei Variety, lautet die Antwort ein klares Ja. Wilson, bekannt für seinen skurrilen, beobachtenden Stil und sein Talent, das Absurde im Alltäglichen zu finden, hat sich der ultimativen Herausforderung gestellt: Beton fesselnd zu machen.
Der Film ist keine trockene, akademische Auseinandersetzung mit Zementmischungen und architektonischen Anwendungen. Stattdessen ist er eine frei assoziative Reise durch Menschen und Projekte, die tangential mit Beton verbunden sind, wobei er Lacher und, überraschenderweise, tiefere Einsichten gewinnt. Stellen Sie sich das Ganze als eine komödiantische Erkundung der menschlichen Verfassung vor, betrachtet durch die Linse von... nun ja, Beton.
"Wilsons Genie liegt in seiner Fähigkeit, das Außergewöhnliche im Gewöhnlichen zu finden", erklärt die Filmkritikerin Sarah Chen. "Er nimmt etwas so Alltägliches wie Beton und nutzt es als Sprungbrett, um breitere Themen des urbanen Lebens, der menschlichen Verbindung und der Absurdität der modernen Existenz zu erforschen."
Die kulturelle Auswirkung eines Films wie "The History of Concrete" mag auf den ersten Blick gering erscheinen. Aber in einer Medienlandschaft, die von Untergangsstimmung dominiert wird, bietet Wilsons unbeschwerter Ansatz eine erfrischende Alternative. Er ist eine Erinnerung daran, dass Humor und Einsicht an den unerwartetsten Orten zu finden sind, selbst in den Fundamenten unserer Städte.
"Es geht nicht nur um Beton", schreibt Debruge. "Es geht um Wilsons einzigartige Perspektive, seine Fähigkeit, scheinbar disparate Ideen zu verbinden, und seine Bereitschaft, das Absurde anzunehmen."
Ob "The History of Concrete" eine Beton-Renaissance auslösen wird, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: John Wilson hat bewiesen, dass selbst das wenig vielversprechende Thema in etwas wirklich Besonderes verwandelt werden kann. Er baut nicht nur einen Film; er konstruiert eine Erfahrung, die unsere Wahrnehmung herausfordert und uns daran erinnert, den Humor im Alltag zu finden. Und in einer Welt, die sich oft wie in Stein gemeißelt anfühlt, ist das eine Botschaft, die es wert ist, angenommen zu werden.
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