Ubisoft hat diese Woche einen herben Rückschlag erlitten und die Streichung von sechs unveröffentlichten Titeln bekannt gegeben, darunter ein Remake des beliebten Klassikers Prince of Persia: The Sands of Time. Die am Donnerstag bestätigte Maßnahme umfasst auch Studioschließungen, was eine bedeutende strategische Neuausrichtung für den Gaming-Riesen darstellt.
Die Streichung des Prince of Persia-Remakes ist besonders schmerzhaft für Fans, die seit der ersten Ankündigung im Jahr 2020 sehnsüchtig auf die Rückkehr gewartet haben. Man stelle es sich wie einen Star-Quarterback vor, der kurz vor dem Super Bowl ausfällt – der Hype war da, die Vorfreude spürbar, aber das finale Spiel kam nie zustande. Dies ist nicht das erste Mal, dass ein Prince of Persia-Titel Rückschläge erlebt hat; erinnern wir uns an den lauen Empfang von "Prince of Persia: The Forgotten Sands" im Jahr 2010? Dieses Spiel war zwar kein kompletter Fehltritt, erreichte aber sicherlich nicht die Höhen der Sands of Time-Trilogie.
"Obwohl wir nicht näher darauf eingehen werden, können wir Ihnen versichern, dass wir von dieser Nachricht genauso enttäuscht sind wie Sie", sagte ein Ubisoft-Sprecher in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung. Das Unternehmen nannte "zunehmend wettbewerbsorientierte Marktbedingungen" und die Notwendigkeit, sich auf "unsere größten Chancen zu konzentrieren", als Gründe für die Streichungen. Diese strategische Neuausrichtung zielt laut Analysten darauf ab, Ubisofts Portfolio zu verschlanken und Ressourcen auf etablierte Franchises wie Assassin's Creed und Rainbow Six zu konzentrieren.
Die Studioschließungen, obwohl nicht explizit genannt, werden voraussichtlich kleinere Teams und Projekte betreffen, ähnlich wie ein Trainer weniger erfahrene Spieler auf die Bank setzt, um sich in einem entscheidenden Spiel auf erfahrene Veteranen zu verlassen. Diese Entscheidung ist zwar schwierig, wird aber von einigen als notwendiger Schritt angesehen, um die langfristige Lebensfähigkeit des Unternehmens zu gewährleisten.
"Es ist immer hart, wenn Studios schließen und Projekte auf Eis gelegt werden", kommentierte Branchenanalyst Michael Pachter von Wedbush Securities. "Aber in der Gaming-Welt muss man sich anpassen, um zu überleben. Ubisoft versucht eindeutig, sich neu zu orientieren und sich auf das zu konzentrieren, was funktioniert."
Die Nachricht folgt auf Ubisofts jüngsten Finanzbericht, der gemischte Ergebnisse zeigte. Während einige Titel gut abschnitten, blieben andere hinter den Erwartungen zurück, was zu einer Neubewertung der Gesamtstrategie des Unternehmens führte. Das ist vergleichbar mit einem Team, das nach einer Niederlage Spielaufnahmen auswertet, Schwächen identifiziert und seinen Spielplan für zukünftige Begegnungen anpasst.
Mit Blick auf die Zukunft setzt Ubisoft auf den Erfolg kommender Veröffentlichungen wie Assassin's Creed Mirage und Avatar: Frontiers of Pandora, um das Blatt zu wenden. Diese Titel gelten als Schlüsselspieler in der zukünftigen Aufstellung des Unternehmens, und ihre Leistung wird entscheidend für den langfristigen Erfolg von Ubisoft sein. Der Druck ist groß, und die Gaming-Welt wird beobachten, ob Ubisoft seine neue Strategie umsetzen und seine Position als Top-Anwärter in der Branche zurückerobern kann.
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