Target sah sich inmitten von ICE-Razzien in Minnesota erneuter Kritik ausgesetzt. Die Kontroverse entbrannte, nachdem Einwanderungsbehörden am 8. Januar in Richfield, Minnesota, zwei Target-Mitarbeiter, beide US-Bürger, festgenommen hatten. Videos der Verhaftungen kursierten in den sozialen Medien und lösten Empörung aus.
Der Vorfall ereignete sich fast ein Jahr, nachdem Target wegen der Rücknahme seiner Initiativen zu Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI) mit Boykotten konfrontiert war. CEO Brian Cornell hatte sich nach dem Mord an George Floyd im Jahr 2020 zuvor für DEI eingesetzt. Das Unternehmen war ein lautstarker Unterstützer von Black- und LGBTQ-Unternehmen. Später schaffte Target jedoch seine DEI-Ziele ab und beteiligte sich nicht mehr an Diversitätsumfragen. Dieser Wandel erfolgte nach der Wahl von Präsident Donald Trump, der sich gegen solche Maßnahmen ausspricht.
Einwohner von Minnesota beteiligen sich nun an einem Wirtschaftsstreik, um gegen das harte Vorgehen der ICE zu protestieren. Target ist zu einem Brennpunkt dieser Spannungen geworden. Im April traf sich Cornell mit den Bürgerrechtsführern Rev. Al Sharpton und Jamal Bryant.
Die zukünftigen Auswirkungen auf Targets Ruf und Umsatz bleiben abzuwarten. Weitere Proteste und rechtliche Auseinandersetzungen sind möglich. Die Situation verdeutlicht das komplexe Zusammenspiel zwischen unternehmerischer sozialer Verantwortung, politischem Druck und der Durchsetzung von Einwanderungsbestimmungen.
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