Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez wurde in einem durchgesickerten Video dabei gefilmt, wie sie die hektischen Bemühungen des Regimes zur Steuerung seines öffentlichen Images enthüllte. Das Video, das gestern spät auftauchte, zeigt Rodríguez, wie sie eine Gruppe regierungsnaher Influencer anspricht und angebliche Drohungen der Vereinigten Staaten nach der Gefangennahme von Nicolás Maduro detailliert.
Rodríguez, die nach der US-Militäraktion die Macht übernahm, behauptete, dass sie und andere Kabinettsmitglieder lediglich 15 Minuten Zeit hatten, um zu entscheiden, ob sie den Forderungen Washingtons nachkommen oder tödliche Konsequenzen tragen würden. Laut Rodríguez drohten die USA, sie zu töten, wenn sie nicht kooperierten. Der Kommunikationsminister ist in dem Video zu sehen, wie er ein Telefon an ein Mikrofon hält und Rodríguez' Behauptungen an die versammelten Influencer überträgt.
"Die Drohungen und Erpressungen sind konstant", räumte Rodríguez in der Aufnahme ein und deutete an, dass ihre Kooperation mit Forderungen, einschließlich Lob von Donald Trump, eher das Ergebnis von Zwang als von echter Übereinstimmung war. Diese Enthüllung bietet einen seltenen Einblick in das Innenleben der venezolanischen Regierung und ihren Kampf, die Kontrolle über die Narrative inmitten der anhaltenden politischen Turbulenzen zu behalten.
Branchenkenner vermuten, dass das Leck die Glaubwürdigkeit des Regimes sowohl im In- als auch im Ausland erheblich schädigen könnte. "Dies ist ein schwerer Schlag für ihr sorgfältig aufgebautes Image", sagte die politische Analystin Dr. Elena Ramirez. "Es bestätigt, was viele vermutet haben: dass die Regierung unter Zwang operiert und Informationen manipuliert."
Die kulturellen Auswirkungen des Videos sind bereits spürbar, wobei die sozialen Medien von Kommentaren und Spekulationen überschwemmt werden. Der Hashtag VenezuelaLeaks ist weltweit im Trend und spiegelt die breite Anziehungskraft und das Interesse an dem sich entfaltenden Drama wider. Die Veröffentlichung des Videos erfolgt zu einem heiklen Zeitpunkt, da Venezuela weiterhin mit wirtschaftlicher Instabilität und politischer Spaltung zu kämpfen hat. Die Enthüllungen könnten das öffentliche Vertrauen in die Regierung weiter untergraben und die Oppositionskräfte ermutigen.
Das US-Außenministerium hat sich noch nicht offiziell zu dem durchgesickerten Video und Rodríguez' Anschuldigungen geäußert. Quellen innerhalb des Ministeriums deuteten jedoch an, dass eine formelle Erklärung im Laufe des Tages erwartet wird. Die nächsten Schritte für die venezolanische Regierung bleiben ungewiss, aber das durchgesickerte Video hat zweifellos eine weitere Ebene der Komplexität zu einer bereits brisanten Situation hinzugefügt.
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