Reisende, die über den Flughafen Heathrow fliegen, dürfen nun Flüssigkeiten in Behältern von bis zu zwei Litern in ihrem Handgepäck mitführen, nachdem in allen Terminals neue CT-Scanner vollständig in Betrieb genommen wurden. Der Flughafen gab den Abschluss der Modernisierung bekannt, die es den Passagieren auch ermöglicht, elektronische Geräte wie Laptops während der Sicherheitskontrolle in ihren Taschen zu lassen, wodurch die Notwendigkeit durchsichtiger Plastiktüten für Flüssigkeiten entfällt.
Laut Heathrow-Beamten ist der Flughafen nun der größte der Welt, der die fortschrittliche CT-Scantechnologie in allen Terminals vollständig implementiert hat. Diese Scanner verwenden hochentwickelte Algorithmen, eine Schlüsselkomponente der künstlichen Intelligenz, um den Inhalt von Taschen in drei Dimensionen zu analysieren. Dies ermöglicht es dem Sicherheitspersonal, potenzielle Bedrohungen genauer zu identifizieren, ohne dass Passagiere Gegenstände aus ihrem Gepäck nehmen müssen. Die KI-Algorithmen werden anhand umfangreicher Datensätze von Bildern trainiert, wodurch sie verbotene Gegenstände und Alltagsgegenstände mit zunehmender Genauigkeit unterscheiden können.
Heathrow ist zwar der größte Flughafen, der diese Technologie einsetzt, aber nicht der erste im Vereinigten Königreich. Die Flughäfen Gatwick, Edinburgh und Birmingham haben in den letzten Jahren bereits auf CT-Scanner umgerüstet und die Zwei-Liter-Grenze für Flüssigkeiten eingeführt. Auch die Flughäfen Bristol und Belfast haben ihre Flüssigkeitsbeschränkungen erhöht. An den meisten britischen Flughäfen durften Passagiere gemäß der bisherigen Regelung Flüssigkeiten in Behältern von bis zu 100 ml mitführen, die in durchsichtigen Plastiktüten verpackt sein mussten.
Das Verkehrsministerium gewährte mehreren anderen Flughäfen, die den Stichtag 1. Juni für die Installation der neuen Scanner nicht einhalten konnten, eine Fristverlängerung. Diese Flughäfen warten derzeit auf die Genehmigung zur Aufhebung der 100-ml-Beschränkung.
Die Implementierung von CT-Scannern hat erhebliche Auswirkungen sowohl auf die Sicherheit als auch auf das Passagiererlebnis. Die verbesserten Screening-Fähigkeiten verbessern die Erkennung von Bedrohungen, während die geringere Notwendigkeit, Gegenstände ein- und auszupacken, den Sicherheitsprozess rationalisiert und Zeit spart und Stress für Reisende reduziert. Der Einsatz von KI bei der Sicherheitskontrolle wirft Fragen zum Datenschutz und zu algorithmischer Verzerrung auf. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass diese Systeme transparent und verantwortungsvoll entwickelt und eingesetzt werden und die individuellen Rechte respektieren. Eine kontinuierliche Überwachung und Bewertung ist notwendig, um sicherzustellen, dass die Algorithmen fair sind und nicht unverhältnismäßig bestimmte Personengruppen ins Visier nehmen.
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