Britische Gericht erlaubt Klage gegen Valve wegen Steam-Preisgestaltung
Ein britisches Gericht hat entschieden, dass eine Klage gegen die Valve Corporation, das Unternehmen hinter dem Online-Spiele-Store Steam, zugelassen wird, was potenziell zu einer Klage in Höhe von 656 Millionen Pfund führen könnte. Die Klage, die 2024 von der Verfechterin digitaler Rechte, Vicki Shotbolt, eingereicht wurde, wirft Valve vor, seine Marktdominanz auszunutzen, indem es Spieleherstellern restriktive Bedingungen auferlegt und Spieler an die Nutzung von Steam bindet. Laut BBC vertritt Shotbolt bis zu 14 Millionen Steam-Nutzer in Großbritannien, die möglicherweise Anspruch auf Entschädigung haben, wenn sie den Fall gewinnt. Valve, das um eine Stellungnahme gebeten wurde, hatte argumentiert, dass der Fall nicht für ein Gerichtsverfahren zugelassen werden sollte.
Die Klage behauptet, dass Valves Praktiken zu unfairen Preisen für die Verbraucher geführt haben. Der Kern der Argumentation dreht sich um die Behauptung, dass Valve seine Marktposition nutzt, um Bedingungen zu diktieren, die sowohl für Spielehersteller als auch für Verbraucher ungünstig sind. Im Erfolgsfall könnte die Klage erhebliche Auswirkungen auf die Funktionsweise von Plattformen für den Vertrieb digitaler Spiele in Großbritannien haben.
Meta testet Premium-Abonnements für Instagram, Facebook und WhatsApp
In anderen Tech-Nachrichten plant Meta, in den kommenden Monaten Premium-Abonnements für Instagram-, Facebook- und WhatsApp-Nutzer zu testen. Laut BBC würden diese Abonnements Zugang zu Funktionen wie erweiterten Fähigkeiten der künstlichen Intelligenz (KI) bieten. Das Unternehmen erklärte, dass der Zugang zu den Kerndiensten der Plattformen weiterhin kostenlos bleiben würde. Meta plant auch, Abonnements für Funktionen wie seine Vibes-Videoerstellungs-App zu testen, von der das Unternehmen sagt, dass sie "Ihre Ideen mit neuen visuellen KI-Erstellungswerkzeugen zum Leben erwecken kann". Meta kündigte Vibes im September als Teil der neuesten Version der Meta AI-App an. Das Unternehmen will auch Manus nutzen, eine in China gegründete KI-Firma.
Bahnbrechender Prozess wegen Social-Media-Sucht beginnt
Unterdessen begann am Dienstag in Kalifornien ein bahnbrechender Prozess wegen Social-Media-Sucht. Die Klägerin, identifiziert als KGM, behauptet, dass das Design der Algorithmen der Plattformen zu ihrer Sucht geführt und ihre psychische Gesundheit negativ beeinflusst habe. Meta, ByteDance (Eigentümer von TikTok) und Google (Muttergesellschaft von YouTube) gehören zu den Beklagten. Snapchat hat sich letzte Woche mit der Klägerin geeinigt. Top-Führungskräfte aus der Tech-Branche, darunter Meta-Chef Mark Zuckerberg, werden voraussichtlich während des Prozesses aussagen, so die BBC. Der Fall wird genau beobachtet, da er einen Präzedenzfall für künftige Rechtsstreitigkeiten gegen Social-Media-Unternehmen in Bezug auf deren Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Nutzer schaffen könnte.
Google zahlt 68 Millionen Dollar zur Beilegung einer Klage wegen aufgezeichneter Gespräche
Google hat sich bereit erklärt, 68 Millionen Dollar (51 Millionen Pfund) zu zahlen, um eine Klage beizulegen, in der behauptet wird, dass das Unternehmen heimlich private Gespräche von Personen über ihre Telefone abgehört hat. Nutzer warfen Google Assistant vor, private Gespräche aufgezeichnet zu haben, nachdem dieser versehentlich auf ihren Geräten ausgelöst worden war. Die Aufzeichnungen sollen an Werbetreibende für gezielte Werbung weitergegeben worden sein. Laut BBC bestritt Google in einem Antrag auf Beilegung des Falls ein Fehlverhalten und erklärte, dass es eine Rechtsstreitigkeit vermeiden wolle.
Abgeordnete der Labour-Partei fordern Stopp der Erhöhung der Gewerbesteuer für Musikveranstaltungsorte
In den Wirtschaftsnachrichten haben fast fünfzig Abgeordnete der Labour-Partei an Schatzkanzlerin Rachel Reeves geschrieben und einen Stopp der bevorstehenden Erhöhung der Gewerbesteuer für Musikveranstaltungsorte gefordert. In dem Schreiben, das der BBC vorliegt, wird argumentiert, dass eine Neubewertung der Gewerbesteuer, die ab April in Kraft tritt, die Rechnungen von Musikveranstaltungsorten um zwischen 45 % und 275 % erhöhen könnte. Reeves wurde gewarnt, dass Musikveranstaltungsorte in Großbritannien aufgrund gestiegener Kosten mit einer "existenziellen Bedrohung" konfrontiert sind. Sie arbeitet unter dem Druck der Gastronomie und der Labour-Abgeordneten an einem Unterstützungspaket für Pubs, das in Kürze vorgestellt werden soll.
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