Oberster Gerichtshof verhandelt Fall zum Online-Video-Datenschutz
Der Oberste Gerichtshof wird entscheiden, ob Paramount Global gegen den Video Privacy Protection Act (VPPA) von 1988 verstoßen hat, indem das Unternehmen den Sehverlauf eines Nutzers an Facebook weitergegeben hat, wie Ars Technica berichtet. Im Mittelpunkt des Falls Michael Salazar v. Paramount Global steht die Definition von "Verbraucher" innerhalb des jahrzehntealten Gesetzes.
Michael Salazar reichte 2022 eine Sammelklage gegen Paramount ein und behauptete, dass das Unternehmen seine personenbezogenen Daten ohne seine Zustimmung an Facebook weitergegeben habe, so sein Antrag an den Obersten Gerichtshof. Salazar hatte sich über 247Sports.com, eine Website im Besitz von Paramount, für einen Online-Newsletter angemeldet und dabei seine E-Mail-Adresse angegeben. Anschließend nutzte er 247Sports.com, um Videos anzusehen.
Der VPPA wurde 1988 erlassen und sollte ursprünglich die Privatsphäre von Videoausleihdaten schützen. Nun wird der Oberste Gerichtshof entscheiden, wie das Gesetz auf Online-Videokonsumgewohnheiten anzuwenden ist.
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In anderen Nachrichten ergab eine im Annals of Internal Medicine veröffentlichte Studie, dass fast die Hälfte der monatlich aktualisierten Datenbanken der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) ohne Erklärung eingefroren wurden, wie Ars Technica berichtet. Die Studie unter der Leitung von Janet Freilich, einer Rechtsexpertin an der Boston University, und Jeremy Jacobs, einem Medizinprofessor an der Vanderbilt University, untersuchte 82 CDC-Datenbanken, die ab Anfang 2025 mindestens monatlich aktualisiert wurden. Stand Oktober 2025 wurden nur noch 44 regelmäßig aktualisiert, während 38 (46 Prozent) ohne öffentliche Ankündigung pausiert wurden.
In der Zwischenzeit haben TikTok-Nutzer berechtigte Angst vor einer Verschiebung der Inhaltsmoderation, nachdem Donald Trump die US-amerikanischen Eigentümer der App persönlich ausgewählt hat, sagen Experten laut Ars Technica. Ioana Literat, eine außerordentliche Professorin für Technologie, Medien und Lernen am Teachers College der Columbia University, erklärte, dass die Ängste der Nutzer "absolut berechtigt" seien, unabhängig davon, ob technische Fehler für die Zensur verantwortlich seien.
Darüber hinaus werden angeblich Scam-Spams von einer legitimen Microsoft-E-Mail-Adresse, no-reply-powerbimicrosoft.com, versendet, so Ars Technica. Die Adresse ist mit Power BI verbunden, einer Microsoft-Plattform für Analytik und Business Intelligence. In der Microsoft-Dokumentation heißt es, dass die Adresse verwendet wird, um Abonnement-E-Mails an E-Mail-fähige Sicherheitsgruppen zu senden, und empfiehlt Benutzern, sie zu Zulassungslisten hinzuzufügen, um zu verhindern, dass Spamfilter sie blockieren.
Schließlich scheitert ein überparteiliches Krypto-Gesetz angeblich im Kongress aufgrund von Hyperparteilichkeit, so The Verge.
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