Katar vermittelt angesichts steigender Spannungen zwischen Iran und dem Westen
Doha, Katar – Katar verstärkt seine diplomatischen Bemühungen zur Deeskalation der wachsenden Spannungen zwischen Iran und dem Westen und koordiniert sich dabei eng mit Ägypten und der Türkei, um offene Kommunikationskanäle aufrechtzuerhalten, wie Euronews berichtet. Der Schritt erfolgt, nachdem sich Teherans Rhetorik gegenüber dem Westen in den letzten 24 Stunden deutlich verschärft hat.
Premierminister und Außenminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al-Thani traf sich am Samstag in Teheran mit dem obersten iranischen Sicherheitsbeamten Ali Larijani, wie Euronews berichtete. Die Einzelheiten ihrer Gespräche wurden nicht bekannt gegeben.
Die diplomatischen Aktivitäten finden vor dem Hintergrund erhöhter Unsicherheit statt, einschließlich Berichten über mehrere Explosionen im Iran und einer bedeutenden US-Marinepräsenz in der Region. Babak Kamiar berichtete für Euronews, dass trotz der Erwartung eines möglichen US-Schlags gegen den Iran am Sonntag "letztendlich nichts Gravierendes passiert" sei, obwohl Explosionen in mehreren iranischen Städten gemeldet wurden, darunter eine bedeutende in Bandar Abbas, einer südlichen Hafenstadt. Die Explosion in Bandar Abbas soll eine Einrichtung des Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) getroffen haben.
Zusätzlich zu den eskalierenden Spannungen hat der Iran alle Militärs der Europäischen Union als terroristische Gruppen eingestuft, eine symbolische Gegenmaßnahme als Reaktion auf die Entscheidung der EU, die paramilitärischen Revolutionsgarden des Landes als Terrorgruppe zu bezeichnen. Laut Euronews wurde die Terror-Designierungsankündigung am Sonntag von Mohammad Bagher Qalibaf, dem Sprecher des iranischen Parlaments und einem ehemaligen Kommandeur der Garden, gemacht. Diese Maßnahme wurde ergriffen, nachdem die EU das "blutige Vorgehen der IRGC gegen landesweite Proteste" verurteilt hatte, so Sonja Issel und Jeremiah Fisayo-Bambi von Euronews.
Unterdessen veranstalteten in Kopenhagen, Dänemark, Hunderte von Kriegsveteranen einen stillen Marsch, um gegen Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu protestieren, die die Rolle von nicht-US-amerikanischen NATO-Truppen in Afghanistan herunterspielten. Aktualisierte Berichte von Euronews zeigten, dass die Veteranen von einem Denkmal für gefallene Soldaten zur US-Botschaft marschierten und dänische Flaggen und Banner mit der Aufschrift "Keine Worte" trugen. Sie pflanzten dänische Flaggen, bestickt mit den Namen gefallener dänischer Soldaten, in Blumentöpfe vor dem Botschaftseingang.
Die Situation bleibt unübersichtlich, wobei laufende diplomatische Bemühungen darauf abzielen, eine weitere Eskalation zu verhindern. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die weiteren Entwicklungen aufmerksam.
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