Internationales Recht am Scheideweg inmitten globaler Krisen; Rechtsgerichtete Populistin gewinnt Wahl in Costa Rica
Eine neue Studie ergab, dass das internationale Recht, das die Auswirkungen von Kriegen begrenzen soll, am Scheideweg steht, was durch mehr als 100.000 zivile Todesfälle in 23 bewaffneten Konflikten in den letzten 18 Monaten belegt wird, so die Genfer Akademie für Internationales Humanitäres Recht und Menschenrechte. In Costa Rica gewann unterdessen Laura Fernández, eine rechtsgerichtete Populistin, die Präsidentschaftswahlen, nachdem sie mit einer Plattform zur Bekämpfung der zunehmenden Gewalt im Zusammenhang mit dem Kokainhandel Wahlkampf betrieben hatte. In anderen Nachrichten kündigte Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum an, Kuba humanitäre Hilfe zukommen zu lassen, trotz der Bemühungen der USA, dem Inselstaat den Zugang zu Öl zu verwehren.
Die Studie der Genfer Akademie hob hervor, dass Folter und Vergewaltigung in den untersuchten Konflikten nahezu straflos begangen wurden. Der Bericht zeichnete ein düsteres Bild vom Zustand des humanitären Völkerrechts.
In Costa Rica markierte Fernández' Sieg eine Rechtsverschiebung in der lateinamerikanischen Politik. Álvaro Ramos, ein Mitte-Rechts-Ökonom und Fernández' schärfster Rivale, räumte nach Bekanntgabe der Ergebnisse seine Niederlage ein. Fernández' Wahlkampf konzentrierte sich auf die Bekämpfung der zunehmenden Gewalt im Zusammenhang mit dem Kokainhandel und fand bei Wählern Anklang, die sich um die Sicherheit sorgten.
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum kündigte Pläne an, Kuba diese Woche humanitäre Hilfe zukommen zu lassen. Sheinbaum erklärte, dass Mexiko alle diplomatischen Wege prüfe, um Kuba mit Treibstoff zu versorgen, trotz der Bemühungen Washingtons, Kubas Ölzufuhr zu beschränken. Dieser Schritt erfolgte, nachdem der ehemalige US-Präsident Trump eine Anordnung unterzeichnet hatte, die Zölle auf Länder androhte, die Öl an Kuba verkaufen.
Unabhängig davon stießen die Äußerungen von FIFA-Präsident Gianni Infantino zum Ausschluss Russlands von internationalen Fußballwettbewerben auf Kritik aus der Ukraine. Infantino, der zuvor freundschaftliche Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin unterhalten hatte, sagte, das Verbot habe "nur mehr Frustration und Hass erzeugt" und nichts erreicht. Die Ukraine verurteilte seine Worte als unverantwortlich. Der Kreml begrüßte Infantinos Äußerungen.
Das Pantanal, ein südamerikanisches Feuchtgebiet, war weiterhin durch beispiellose Waldbrände bedroht. Lalo de Almeida, ein Dokumentarfotograf, hielt die Verwüstung in seinem Fotoessay "Pantanal Ablaze" fest, der beim World Press Photo Wettbewerb 2021 den ersten Platz in der Kategorie Umweltgeschichten gewann.
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