Die Europäische Union hat TikTok angewiesen, sein "süchtig machendes Design" zu ändern, andernfalls drohen erhebliche Geldstrafen. Dies folgt auf eine Untersuchung, die ergab, dass die Video-Sharing-Plattform gegen Online-Sicherheitsbestimmungen verstößt. Die vorläufigen Ergebnisse der EU, die am Freitag veröffentlicht wurden, zeigten Bedenken hinsichtlich Funktionen wie Autoplay und personalisierten Empfehlungsalgorithmen, von denen die Kommission glaubt, dass sie die potenziellen Schäden für die Nutzer, einschließlich Kinder, nicht ausreichend berücksichtigen.
Die Untersuchung, die im Februar 2024 begann, konzentrierte sich darauf, wie das Design von TikTok möglicherweise zwanghaftes Verhalten bei Minderjährigen fördert. Laut der Europäischen Kommission hat die Plattform keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen, um diese Risiken zu mindern. Die Warnung der EU erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Muttergesellschaft der Plattform, Google, bekannt gab, dass YouTube im Jahr 2025 über 60 Milliarden US-Dollar Umsatz generierte und damit den Streaming-Konkurrenten Netflix mit 45 Milliarden US-Dollar übertraf.
Ein TikTok-Sprecher wies die Ergebnisse jedoch zurück und bezeichnete sie als eine "kategorisch falsche und völlig unbegründete Darstellung unserer Plattform". Das Unternehmen plant, die Schlussfolgerungen der EU anzufechten. Die Bedenken der EU konzentrieren sich auf Funktionen wie unendliches Scrollen, Push-Benachrichtigungen und Autoplay, von denen die Kommission glaubt, dass sie zu süchtigem Verhalten beitragen.
In anderen Nachrichten ordnete ein US-Gericht Uber an, 8,5 Millionen US-Dollar an eine Frau zu zahlen, die behauptete, von einem Fahrer vergewaltigt worden zu sein. Die Jury befand Uber in dem Fall in Arizona für die Handlungen des Fahrers verantwortlich. Uber beabsichtigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Die Klägerin, Jaylynn Dean, sagte, sie sei in dem Auto sexuell angegriffen worden, während sie einen Uber nahm.
Unterdessen wurde eine umstrittene, von den USA finanzierte Impfstoffstudie für Neugeborene in Guinea-Bissau aufgrund öffentlicher Proteste gestoppt. Dänische Forscher hatten geplant, die Auswirkungen der Verabreichung von Hepatitis-B-Impfstoffen zu unterschiedlichen Zeitpunkten an 14.000 Babys zu untersuchen. Die Studie sollte die Auswirkungen der Verabreichung des Impfstoffs bei der Geburt im Vergleich zu sechs Wochen später vergleichen.
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