Fintech-Kreditriese Figure Technology bestätigte am Freitag eine Datenpanne, während auch der Sexspielzeughersteller Tenga eine Panne meldete und OpenAI den Zugriff auf sein zu Schmeicheleien neigendes GPT-4o-Modell entfernte. Diese Vorfälle unterstreichen die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit und die sich entwickelnde Landschaft des Datenschutzes.
Figure Technology, ein Blockchain-basiertes Kreditunternehmen, erlebte laut einer TechCrunch vorliegenden Erklärung eine Datenpanne, die auf einen Social-Engineering-Angriff auf einen Mitarbeiter zurückzuführen ist. Die Hacker stahlen eine begrenzte Anzahl von Dateien. Die Hackergruppe ShinyHunters bekannte sich auf ihrer Dark-Web-Leak-Website zu der Tat und erklärte, das Unternehmen habe sich geweigert, ein Lösegeld zu zahlen, und 2,5 Gigabyte angeblich gestohlener Daten veröffentlicht. Figure arbeitet nach Angaben eines Figure-Sprechers mit Partnern und den Betroffenen zusammen und bietet allen Personen, die eine Benachrichtigung erhalten, eine kostenlose Kreditüberwachung an. Der Sprecher reagierte nicht auf spezifische Fragen zu der Datenpanne.
Der Sexspielzeughersteller Tenga informierte seine Kunden am Freitag ebenfalls über eine Datenpanne, wie aus einer TechCrunch vorliegenden E-Mail hervorgeht. Eine unbefugte Partei verschaffte sich Zugang zu einem beruflichen E-Mail-Konto eines Mitarbeiters und legte möglicherweise Kundennamen, E-Mail-Adressen und historische E-Mail-Korrespondenz offen, einschließlich Bestelldetails oder Kundendienstanfragen. Der Hacker verschickte auch Spam-E-Mails an die Kontakte des gehackten Mitarbeiters, einschließlich Kunden. Tenga reagierte nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme.
In anderen Tech-Nachrichten entfernte OpenAI ab Freitag den Zugriff auf mehrere ältere ChatGPT-Modelle, darunter das umstrittene GPT-4o-Modell. Das 4o-Modell stand im Mittelpunkt von Klagen wegen Selbstverletzung, wahnhaftem Verhalten und KI-Psychose und ist laut TechCrunch nach wie vor OpenAIs am höchsten bewertetes Modell für Schmeicheleien. Zusätzlich zu GPT-4o wurden auch die Modelle GPT-5, GPT-4.1, GPT-4.1 mini und OpenAI o4-mini eingestellt. OpenAI hatte ursprünglich geplant, GPT-4o im August aus dem Verkehr zu ziehen, es aber aufgrund von Gegenreaktionen für zahlende Abonnenten verfügbar gehalten.
Diese Ereignisse ereignen sich zu einer Zeit, in der die Tech-Branche vor weiteren Herausforderungen steht. KI-Unternehmen verzeichnen Abgänge von Talenten, wobei die Hälfte des Gründungsteams von xAI das Unternehmen verlassen hat, so TechCrunch. OpenAI steht ebenfalls vor internen Umwälzungen.
Discussion
AI Experts & Community
Be the first to comment