Cyber-Sicherheitsbedenken, politische Spannungen und künstlerische Kontroversen dominierten diese Woche die Schlagzeilen. Eine beliebte KI-Coding-Plattform wies erhebliche Sicherheitslücken auf, eine Pornoseite wurde wegen Versäumnissen bei der Altersverifizierung mit einer Geldstrafe belegt, die Uniformen des haitianischen Olympiateams wurden neu gestaltet, die Autorin Arundhati Roy zog sich von einem Filmfestival zurück und ein Zerwürfnis zwischen Donald Trump und Israel zeichnete sich ab.
Ein BBC-Reporter konnte in die KI-Coding-Plattform Orchids, ein "Vibe-Coding"-Tool, mit dem Benutzer Apps und Spiele mit Texteingaben erstellen können, eindringen und so ein erhebliches Cyber-Sicherheitsrisiko aufzeigen. Laut einem BBC Technology-Bericht konnte der Reporter einen Laptop kapern und ein Hintergrundbild hochladen. Experten haben Bedenken hinsichtlich der potenziellen Risiken geäußert, KI-Bots tiefgreifenden Zugriff auf Computer zu gewähren.
Unterdessen verhängte die Medienaufsichtsbehörde Ofcom gegen das Pornounternehmen Kick Online Entertainment SA eine Geldstrafe von 800.000 £, weil es keine angemessenen Altersverifizierungsmaßnahmen implementiert hatte. Das Unternehmen verfügte laut Ofcom nicht über "hochwirksame" Methoden, um zu überprüfen, ob Besucher aus dem Vereinigten Königreich über 18 Jahre alt waren. Kick Online Entertainment hat inzwischen Altersüberprüfungen eingeführt, entsprach aber zwischen Juli und Dezember 2025 nicht dem Gesetz. Darüber hinaus wird das Message Board 4chan mit einer Geldstrafe von 520.000 £ belegt, weil es das britische Online Safety Law nicht einhält, obwohl sein Anwalt sagt, dass das Unternehmen nicht zahlen wird. Suzanne Cater, Enforcement Director bei Ofcom, erklärte, dass "nicht verhandelbar" sei, dass Erwachsenen-Websites eine hochwirksame Altersverifizierung haben.
Im Bereich des Sports musste der Designer der Uniform des haitianischen Teams für die Olympischen Winterspiele 2026 die Skianzüge neu gestalten, nachdem ihm mitgeteilt worden war, dass sie nicht den Richtlinien entsprechen. Der ursprüngliche Entwurf enthielt ein Bild des ehemaligen Sklavenrevolutionärs Toussaint Louverture auf einem Pferd, aber das Bild des Revolutionärs wurde entfernt.
In den Künsten zog sich die indische Autorin und Aktivistin Arundhati Roy von den Internationalen Filmfestspielen Berlin zurück, nachdem sie diese als "unverantwortliche Äußerungen" von Jurymitgliedern über Israels Vorgehen in Gaza bezeichnet hatte. Roy schrieb in der indischen Zeitung The Wire, dass sie die jüngsten Bemerkungen der Berlinale-Jury, einschließlich ihres Vorsitzenden, des Regisseurs Wim Wenders, wonach Kunst nicht politisch sein sollte, "fassungslos" fand.
Schließlich sind politische Spannungen zwischen Donald Trump und Israel deutlich geworden. Trump kritisierte den israelischen Präsidenten Isaac Herzog und erklärte, er solle sich "schämen". Laut Sky News befürchtet Israel, die USA könnten gegenüber dem Iran nachgiebig werden und versuchen, einen Deal auszuhandeln.
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