KI-Sicherheit hinkt der Einführung hinterher, wodurch Lieferketten anfällig werden
Unternehmen sind einer wachsenden Bedrohung durch künstliche Intelligenz ausgesetzt, da die Einführung von KI-Agenten die Sicherheitsmaßnahmen übertrifft und erhebliche Schwachstellen in KI-Lieferketten entstehen. Laut einer Studie des 2025 Index Report der Stanford University werden in diesem Jahr zwar vier von zehn Unternehmensanwendungen aufgabenspezifische KI-Agenten enthalten, aber nur 6 % der Unternehmen verfügen über eine fortschrittliche KI-Sicherheitsstrategie.
Die rasche Integration von KI, insbesondere von großen Sprachmodellen (LLMs), hat laut VentureBeat eine "Sichtbarkeitslücke" geschaffen, die sich darauf bezieht, wie, wo, wann und über welche Workflows und Tools diese Modelle verwendet oder modifiziert werden. Dieser Mangel an Transparenz, gepaart mit dem Fehlen von Model Software Bill of Materials (SBOMs), setzt Unternehmen unvorhersehbaren KI-Bedrohungen aus.
Palo Alto Networks prognostiziert, dass 2026 die ersten größeren Klagen kommen werden, in denen Führungskräfte persönlich für unkontrollierte KI-Aktionen haftbar gemacht werden, was die Dringlichkeit einer verbesserten KI-Governance unterstreicht. Die sich beschleunigende und unvorhersehbare Natur von KI-Bedrohungen bedeutet, dass traditionelle Governance-Ansätze, wie z. B. erhöhte Budgets oder Mitarbeiterzahlen, unzureichend sind.
Ein CISO bezeichnete Modell-SBOMs als "den Wilden Westen der Governance von heute" und unterstrich damit den derzeitigen Mangel an Standardisierung und Aufsicht in diesem kritischen Bereich. Experten betonen, dass Unternehmen der Transparenz der KI-Lieferkette Priorität einräumen müssen, um potenzielle Risiken zu mindern und rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.
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