Ein starkes Erdbeben in Chile hat die Erwartungen übertroffen. Das Beben der Stärke 7,4 ereignete sich im Juli 2024 in Nordchile in der Nähe von Calama. Wissenschaftler glauben nun, dass eine verborgene, tief liegende Kraft das Ereignis verstärkt hat.
Das Beben entstand viel tiefer als typische chilenische Megathrust-Erdbeben. Es brach durch heißere Gesteinsschichten als bisher für möglich gehalten. Dieser unerwartete Bruch wurde durch eine seltene, wärmegetriebene Kettenreaktion ausgelöst. Die University of Texas at Austin leitete die Forschung, die am 1. Januar 2026 veröffentlicht wurde.
Die Erschütterungen beschädigten Gebäude und unterbrachen die Stromversorgung in der gesamten Region. Obwohl es nicht so verheerend war wie einige chilenische Beben, überraschte seine ungewöhnliche Natur die Experten. Der tiefe Bruch stellt bestehende Modelle des Erdbebenverhaltens in Frage.
Chile ist sehr anfällig für schwere Erdbeben. Das Land erlebte 1960 das stärkste jemals aufgezeichnete Erdbeben. Dieses Ereignis der Stärke 9,5 löste einen massiven Tsunami aus.
Forscher bewerten nun die Erdbebenrisikobewertung neu. Das Verständnis dieser tief liegenden Kräfte ist entscheidend. Weitere Studien werden sich darauf konzentrieren, andere Regionen mit ähnlichem Potenzial für unerwartete, starke Erdbeben zu identifizieren.
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