Indiens IT-Ministerium hat Elon Musks X angewiesen, unverzüglich technische und verfahrenstechnische Änderungen an seinem KI-Chatbot Grok vorzunehmen, nachdem die Plattform obszöne Inhalte generiert hatte, darunter KI-veränderte Bilder von Frauen. Die am Freitag erlassene Anordnung weist X an, Grok daran zu hindern, Inhalte mit Nacktheit, Sexualisierung, sexuell eindeutigem Material oder anderen rechtswidrigen Inhalten zu generieren.
Das Ministerium gab X 72 Stunden Zeit, um einen Bericht über die ergriffenen Maßnahmen vorzulegen, in dem die Schritte zur Verhinderung des Hostings oder der Verbreitung von Inhalten aufgeführt sind, die nach indischem Recht als obszön, pornografisch, vulgär, unanständig, sexuell eindeutig, pädophil oder anderweitig verboten gelten. TechCrunch überprüfte die Anordnung, die davor warnte, dass die Nichteinhaltung die Safe-Harbor-Bestimmungen von X gefährden könnte, die einen rechtlichen Schutz vor der Haftung für nutzergenerierte Inhalte nach indischem Recht bieten.
Die Maßnahme folgt auf Bedenken von Nutzern, die Beispiele dafür teilten, wie Grok dazu aufgefordert wurde, Bilder von Personen, hauptsächlich Frauen, so zu verändern, dass sie den Anschein erweckten, Bikinis zu tragen. Die indische Parlamentarierin Priyanka Chaturvedi reichte eine formelle Beschwerde ein, nachdem diese Fälle bekannt geworden waren.
Grok, der KI-Chatbot von X, wurde entwickelt, um Fragen zu beantworten und Texte in einem Konversationsstil zu generieren. Er nutzt ein großes Sprachmodell (LLM), eine Art Algorithmus der künstlichen Intelligenz, der mit riesigen Mengen an Textdaten trainiert wird, um menschenähnlichen Text zu verstehen und zu generieren. Der Vorfall verdeutlicht die Herausforderungen bei der Kontrolle der Ausgabe von LLMs, insbesondere bei der Verhinderung der Generierung von schädlichen oder unangemessenen Inhalten. Schutzmaßnahmen wie Inhaltsfilter und Moderationssysteme werden in der Regel implementiert, um diese Risiken zu mindern, aber sie sind nicht immer narrensicher.
Die Direktive der indischen Regierung unterstreicht die zunehmende Kontrolle von KI-Plattformen und deren Missbrauchspotenzial. Die Forderung nach einem Bericht über die ergriffenen Maßnahmen innerhalb von 72 Stunden signalisiert den Ernst der Regierung bei der Bewältigung des Problems. Die Nichteinhaltung könnte erhebliche Konsequenzen für X haben und möglicherweise dessen Rechtsschutz und Betrieb in Indien beeinträchtigen. Der Vorfall wirft auch umfassendere Fragen nach der Verantwortung von Technologieunternehmen bei der Gewährleistung der ethischen und sicheren Nutzung von KI-Technologien auf. X hat sich noch nicht öffentlich zu der Anordnung geäußert. Die Reaktion des Unternehmens und die Maßnahmen, die es zur Behebung der Bedenken ergreift, werden von Aufsichtsbehörden und der Technologiebranche gleichermaßen genau beobachtet werden.
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