Nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro haben einige Wahlleugner und MAGA-Influencer behauptet, dass die US-amerikanische Aktion mit unbegründeten Behauptungen über eine venezolanische Einmischung in die US-Präsidentschaftswahlen 2020 zusammenhängt, und nicht mit Faktoren wie Öl oder Drogenhandel. Diese Personen behaupten, die Verhaftung stehe im Zusammenhang mit der entkräfteten Theorie, dass die venezolanische Regierung Wahlsysteme manipuliert habe, um Präsident Joe Biden zu begünstigen.
Der ehemalige Präsident Donald Trump verstärkte diese Verschwörungstheorien, indem er kurz nach Maduros Festnahme am 3. Januar auf seiner Truth Social-Plattform über Wahlbetrug postete und dabei auch Dominion Voting Systems erwähnte. Andere MAGA-Influencer erwähnten ebenfalls Smartmatic, ein weiteres Unternehmen für Wahltechnologie.
Dominion und Smartmatic, die Wahlmaschinen und Software herstellen, gerieten nach den Wahlen 2020 ins Visier von Desinformationskampagnen. Wahlleugner behaupteten, die Technologie der Unternehmen sei Teil einer Verschwörung zur Wahl von Biden, Behauptungen, die weithin diskreditiert wurden. Fox News beispielsweise zahlte Dominion im Jahr 2023 fast 800 Millionen Dollar, um einen Verleumdungsprozess im Zusammenhang mit der Berichterstattung des Senders über diese Behauptungen beizulegen.
Die Behauptungen der Wahlleugner entbehren nachweisbaren Beweisen und widersprechen offiziellen Berichten über die Gründe für Maduros Festnahme. Die US-Regierung hat Maduro wegen Narco-Terrorismus und Drogenhandels angeklagt und eine Belohnung in Millionenhöhe für Informationen ausgesetzt, die zu seiner Verhaftung führen. Die USA haben auch Sanktionen gegen Venezuela aufrechterhalten und Bedenken hinsichtlich der Menschenrechte und der demokratischen Staatsführung geäußert.
Die Verbreitung dieser Verschwörungstheorien unterstreicht die anhaltende Verbreitung des Wahlleugnertums in bestimmten politischen Kreisen, trotz zahlreicher Gerichtsurteile und Untersuchungen, die die Integrität der Wahlen 2020 bestätigt haben. Die Behauptungen zeigen auch, wie geopolitische Ereignisse zum Zündstoff für bestehende Desinformationsnarrative werden können.
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