Nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch die Vereinigten Staaten beobachtet Kuba die Situation genau, insbesondere nachdem Präsident Trump erklärt hat, dass die Monroe-Doktrin wieder in Kraft ist. Der Vorfall, der sich in Venezuela ereignet hat, hat in Kuba, einem langjährigen Verbündeten des Maduro-Regimes, Besorgnis ausgelöst.
Die Erklärung zur Wiederbelebung der Monroe-Doktrin hat die Ängste in Havanna verstärkt, angesichts des historischen Kontextes des US-Interventionismus in Lateinamerika. Die Doktrin, die erstmals 1823 formuliert wurde, sicherte den USA die Vorherrschaft in der westlichen Hemisphäre zu und wurde zur Rechtfertigung zahlreicher Interventionen in die Angelegenheiten der Region verwendet.
In Playa Girón, dem Ort der gescheiterten Invasion in der Schweinebucht von 1961, ist die Stimmung besonders spürbar. Dulce María Limonta del Pozo, Direktorin des Girón-Museums, hob die historische Bedeutung des Ortes hervor und erinnerte an den von den USA unterstützten Versuch, Fidel Castro zu stürzen. "Der Plan", sagte sie, "war es, einen Brückenkopf zu errichten und eine Übergangsregierung zu bilden." Das Museum dient als Mahnung an vergangene US-Bemühungen, die kubanische Politik zu beeinflussen.
Die Festnahme von Maduro und die erneute Betonung der Monroe-Doktrin haben Fragen über die Zukunft der Beziehungen zwischen den USA und Kuba aufgeworfen, die von Spannungen und vorsichtiger Annäherung geprägt waren. Die kubanische Regierung hat noch keine offizielle Erklärung abgegeben, aber staatlich geförderte Kundgebungen haben in Solidarität mit Venezuela stattgefunden.
Analysten vermuten, dass Kubas Reaktion sorgfältig abgewogen sein wird, um die Unterstützung für Venezuela mit der Notwendigkeit zu verbinden, eine direkte Konfrontation mit den USA zu vermeiden. Die Situation wird durch Kubas eigene wirtschaftliche Herausforderungen und seine Abhängigkeit von Handel und Investitionen zusätzlich erschwert. Die internationale Gemeinschaft beobachtet aufmerksam, wie Kuba diese heikle Situation meistert und welche Auswirkungen sie auf die regionale Stabilität haben wird.
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