Blackstones President und COO, Jon Gray, hielt eine ermahnende Ansprache an die neuesten Analysten der Firma und erklärte ihnen, dass Ivy-League-Abschlüsse allein keinen Erfolg garantieren und dass eine unermüdliche Arbeitsmoral und echte Freundlichkeit der Schlüssel zum Aufstieg auf der Karriereleiter sind. Gray sagte den Neulingen in einem Video, das auf seinem LinkedIn-Account veröffentlicht wurde, im Wesentlichen, dass ihre akademischen Auszeichnungen nur der Preis für den Eintritt seien, nicht aber eine goldene Eintrittskarte an die Spitze.
Gray würdigte den beeindruckenden akademischen Hintergrund der Analysten und erklärte: "Die meisten von Ihnen haben Elite-Universitäten besucht. Sie haben sich sehr gut geschlagen, Sie waren Klassenbeste. Sie sind von Natur aus erfolgreiche und fleißige Menschen." Er schwenkte jedoch schnell um und betonte, dass diejenigen, die bei Blackstone wirklich erfolgreich sind, einen unstillbaren Drang und einen kooperativen Geist besitzen. "Aber wenn ich mich bei Blackstone umschaue, wer wirklich erfolgreich ist, dann ist das nicht die 'gut genug'-Fraktion, richtig? Sondern die Leute, die sagen: 'Hey, ich werde sicherstellen, dass ich das absolut richtig mache'", erklärte Gray.
Grays Botschaft spiegelt eine in Hochrisikoumgebungen oft gehörte Meinung wider: Talent ist reichlich vorhanden, aber Biss und Teamwork sind das, was die Champions von den Mitläufern unterscheidet. Denken Sie an das US-amerikanische Olympia-Eishockeyteam von 1980. Sicher, sie hatten einige talentierte Spieler, aber ihre unerbittliche Entschlossenheit und unerschütterliche Einigkeit ermöglichten es ihnen, die hochfavorisierte sowjetische Mannschaft zu besiegen.
Gray warnte ausdrücklich vor Taktiken wie "Sich bei den Chefs einschleimen" und "Ellenbogenmentalität" und argumentierte, dass ein solches Verhalten letztendlich kontraproduktiv sei. Stattdessen forderte er die Analysten auf, "so nett zu jedem zu sein, mit dem Sie im Gebäude und außerhalb des Gebäudes zu tun haben". Im Wesentlichen plädiert Gray für eine Kultur, in der Zusammenarbeit und gegenseitiger Respekt genauso hoch geschätzt werden wie individuelle Leistung.
Die Äußerungen des Blackstone COO fallen in eine Zeit, in der die Finanzbranche verstärkt auf ihre Kultur und ihre ethischen Standards hin überprüft wird. Während Elite-Institutionen seit langem Kaderschmieden für die Wall Street sind, wächst die Erkenntnis, dass akademische Vorbildung nicht unbedingt zu ethischer Führung oder einem Engagement für das Gemeinwohl führt. Grays Betonung von Freundlichkeit und Zusammenarbeit kann als Versuch gesehen werden, ein positiveres und nachhaltigeres Arbeitsumfeld bei Blackstone zu schaffen.
Die Herausforderung besteht nun darin, Grays Worte in konkrete Taten umzusetzen. Wird Blackstone Richtlinien einführen, die Teamwork und ethisches Verhalten belohnen? Wird das Unternehmen aktiv Personen fördern, die diese Werte verkörpern? Die Zeit wird zeigen, ob Grays Botschaft wirklich Anklang findet und die Kultur bei einem der größten Investmentunternehmen der Welt verändert. Die nächsten Quartale werden entscheidend dafür sein, ob diese neuen Analysten Potenzial in Leistung umwandeln und beweisen können, dass harte Arbeit und Herz selbst die renommiertesten Abschlüsse übertrumpfen können.
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