James Luckey-Lange, ein 28-jähriger amerikanischer Reisender aus Staten Island, wird laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle in einem Haftzentrum in Caracas festgehalten, das vom militärischen Nachrichtendienst Venezuelas betrieben wird. Luckey-Lange wurde Anfang Dezember in Venezuela vermisst, nachdem er von Brasilien aus in das Land eingereist war.
Die Quelle, die unter der Bedingung der Anonymität sprach, da sie nicht befugt war, die Informationen preiszugeben, sagte, Luckey-Lange sei kurz nach der Einreise in das südliche Venezuela, ein dünn besiedeltes und gefährliches Gebiet, festgenommen worden. Er soll von Sicherheitskräften festgenommen worden sein, als er sich mit lokalen Musikern traf.
Die New York Times berichtete zuvor, dass Luckey-Lange einer von mehreren Amerikanern ist, die in den letzten Monaten in Venezuela inhaftiert wurden. Die Identitäten der anderen Inhaftierten sind weiterhin unbekannt. Es ist unklar, ob Luckey-Lange das für die Einreise nach Venezuela erforderliche Visum besaß.
Luckey-Lange ist der Sohn der Musikerin Diane Luckey, beruflich bekannt als Q Lazzarus, berühmt für ihr Lied "Goodbye Horses" aus dem Jahr 1988.
Präsident Nicolás Maduro von Venezuela hat eine Vorgeschichte der Inhaftierung von Amerikanern, eine Praxis, die internationale Kritik hervorgerufen hat. In der Vergangenheit wurde Maduro beschuldigt, inhaftierte Amerikaner als Druckmittel bei Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten einzusetzen. Ob Luckey-Langes Inhaftierung politisch motiviert ist, bleibt unklar.
Das US-Außenministerium hat noch keine offizielle Erklärung zu Luckey-Langes Inhaftierung abgegeben. Die Bemühungen, seine Freilassung zu erwirken oder die Anklage gegen ihn aufzuklären, sind im Gange. Die Situation verdeutlicht die Risiken, die mit Reisen nach Venezuela verbunden sind, insbesondere in Grenzregionen.
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