Touadera, ein 68-jähriger Mathematiker, ist seit einem Jahrzehnt an der Macht. Die Wahl fand inmitten anhaltender Sicherheitsbedenken und logistischer Herausforderungen in der gesamten Zentralafrikanischen Republik statt.
Die Verfolgung einer dritten Amtszeit durch den Präsidenten wurde durch eine Verfassungsänderung im Jahr 2023 ermöglicht, ein Schritt, der erhebliche Kontroversen und Proteste der Opposition auslöste. Kritiker argumentierten, dass die Änderung demokratische Prinzipien untergrabe und die Macht in den Händen des Präsidenten konzentriere. Befürworter hingegen argumentierten, dass sie notwendig sei, um Stabilität und eine kontinuierliche Entwicklung des Landes zu gewährleisten.
Touaderas vorherige Amtszeiten waren von Bemühungen geprägt, das Land nach jahrelangen Konflikten zwischen verschiedenen bewaffneten Gruppen zu stabilisieren. Er hat sich stark auf die Sicherheitsunterstützung Russlands verlassen, insbesondere der Wagner-Gruppe, einem privaten Militärunternehmen, dessen Präsenz internationale Kritik und Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen hervorgerufen hat. Die Vereinten Nationen und verschiedene internationale Organisationen haben Bedenken hinsichtlich der Aktivitäten der Wagner-Gruppe und ihrer Auswirkungen auf die Sicherheitslage und die Menschenrechte in der Zentralafrikanischen Republik geäußert.
Dologuele, der von 1999 bis 2001 als Premierminister fungierte, hat Touadera bereits bei früheren Wahlen herausgefordert. Dondra hatte ebenfalls das Amt des Premierministers inne und war von 2021 bis 2022 im Amt.
Die vorläufigen Ergebnisse müssen noch vom Verfassungsgericht bestätigt werden. Es wird erwartet, dass das Gericht alle von Kandidaten oder politischen Parteien eingereichten Einsprüche oder Beschwerden prüft, bevor es das endgültige Ergebnis der Wahl bestätigt. Der Termin für die Amtseinführung von Touaderas dritter Amtszeit wurde noch nicht bekannt gegeben.
Discussion
Join the conversation
Be the first to comment