Ägyptische und saudi-arabische Beamte erklärten am Montag, dass sie in Bezug auf die anhaltenden Konflikte im Jemen und im Sudan übereinstimmende Ansichten vertreten, inmitten regionaler Instabilität und zunehmendem Wettbewerb mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Die Ankündigung erfolgte nach Gesprächen in Kairo zwischen dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah el-Sisi und dem saudischen Außenminister Prinz Faisal bin Farhan Al Saud, wie aus einer Erklärung der ägyptischen Präsidentschaft hervorgeht.
Die beiden Länder betonten ihr Engagement für friedliche Lösungen regionaler Krisen, wobei der Schwerpunkt auf der Wahrung der Einheit, Souveränität und territorialen Integrität der beteiligten Staaten, insbesondere des Sudan und des Jemen, liege, so die Erklärung.
Die Übereinstimmung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sowohl der Jemen als auch der Sudan mit erheblichen inneren Unruhen konfrontiert sind. Der Jemen befindet sich seit 2014 in einem Bürgerkrieg, in dem die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung gegen die Houthi-Rebellen kämpft. Der Sudan erlebt seit April 2023 einen gewaltsamen Konflikt zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF).
Die Situation im Sudan ist besonders schlimm, da die Vereinten Nationen El Fasher nach der Einnahme durch die RSF kürzlich zum Tatort erklärt haben. Der Konflikt hat zu einer humanitären Krise mit weit verbreiteter Vertreibung und Engpässen bei lebensnotwendigen Ressourcen geführt.
Saudi-Arabien hat sich aktiv um eine Lösung des Jemen-Konflikts bemüht und unter anderem dem separatistischen Southern Transitional Council (STC) einen Dialog angeboten. Der STC hat seinerseits zu einer Unabhängigkeitsabstimmung aufgerufen, da sich die Kämpfe in der Region intensivieren.
Die erklärte Übereinstimmung Ägyptens mit Saudi-Arabien unterstreicht eine geeinte Front in diesen regionalen Fragen, insbesondere im Gegensatz zu den VAE, die ihre eigenen außenpolitischen Ziele in der Region verfolgen. Die konkreten Details, wie sich diese Übereinstimmung in konkrete Maßnahmen in Bezug auf den Jemen und den Sudan umsetzen wird, waren zunächst nicht klar. Weitere diplomatische Bemühungen und politische Ankündigungen werden erwartet, da beide Länder die Komplexität der regionalen Landschaft bewältigen.
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