Die New York Times forderte am Montag das U.S. Bezirksgericht in Washington auf, in einem Fall gegen das Pentagon zu ihren Gunsten zu entscheiden. Der Fall wurde letzten Monat eingeleitet, die mündliche Verhandlung ist für den 6. März angesetzt. Die Klage beanstandet Beschränkungen, die das Verteidigungsministerium im Oktober verhängt hat, und argumentiert, dass diese die verfassungsmäßigen Rechte von Journalisten verletzen.
Die Times argumentiert, dass die Politik des Pentagons darauf abzielt, unabhängigen Journalismus zu unterdrücken, indem die Berichterstattung auf Informationen beschränkt wird, die vom Ministerium vorab genehmigt wurden. In einer kürzlich eingereichten Klageschrift bekräftigte das Unternehmen seine Position, dass die Politik gegen verfassungsmäßige Grundsätze verstößt, indem sie die Fähigkeit der Presse behindert, frei über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu berichten.
Der Fall wird aufgrund eines gemeinsamen Antrags beider Parteien vom 17. Dezember beschleunigt behandelt. Dieser Antrag forderte das Gericht auf, auf die Beweisaufnahme zu verzichten und einen Zeitplan für ein summarisches Urteil festzulegen. Die Beweisaufnahme, eine Phase, die oft eine umfangreiche Informationssammlung beinhaltet, wurde von der Times als unnötig erachtet.
David McCraw, der oberste Justiziar der Nachrichtenredaktion der Times, erklärte, dass das Unternehmen der Ansicht sei, dass die schriftliche Form der Politik eine klare Verfassungsverletzung darstelle, wodurch weitere Ermittlungen durch das Gericht unnötig würden. "Wir halten es für so offensichtlich, dass die Politik in ihrer schriftlichen Form – die Worte auf dem Papier – eine Verfassungsverletzung darstellt, dass wir nicht glauben, dass es für das Gericht notwendig ist, weitere... durchzuführen", sagte McCraw.
Der Kern des Streits dreht sich um das Gleichgewicht zwischen nationalen Sicherheitsbedenken und den Rechten der Journalisten gemäß dem ersten Zusatzartikel zur Verfassung. Die Beschränkungen des Pentagons, die im Oktober eingeführt wurden, zielen darauf ab, den Fluss von Informationen zu kontrollieren, die als sensibel oder potenziell schädlich für militärische Operationen angesehen werden. Die Times argumentiert jedoch, dass diese Beschränkungen zu weit gefasst sind und die Fähigkeit der Presse beeinträchtigen, die Regierung zur Rechenschaft zu ziehen.
Richter Paul Friedman soll am 6. März die mündlichen Verhandlungen führen. Die Entscheidung des Gerichts wird voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf die Beziehung zwischen der Presse und dem Militär haben und möglicherweise einen Präzedenzfall für zukünftige Interaktionen und Richtlinien zur Informationskontrolle schaffen. Das Ergebnis könnte auch den Zugang der Öffentlichkeit zu Informationen über militärische Aktivitäten und Regierungsoperationen beeinflussen.
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