Ein 14-jähriger ultraorthodoxer Junge ist Dienstagabend in Jerusalem gestorben. Yosef Eisenthal wurde getötet, als er während eines Anti-Rekrutierungs-Protests von einem Bus erfasst wurde. Der Vorfall ereignete sich in einem orthodoxen Viertel von Westjerusalem.
Der Protest konzentrierte sich auf die umstrittene Frage der Wehrpflicht. Ultraorthodoxe Juden sind weitgehend vom obligatorischen Dienst befreit. Die Spannungen eskalierten, als Demonstranten mit Sicherheitskräften zusammenstießen. Die Demonstration folgte auf den zunehmenden Druck, Männer aus der ultraorthodoxen Gemeinschaft einzuziehen.
Der Tod entfachte Wut innerhalb der ultraorthodoxen Gemeinschaft. Analysten vermuten, dass dies die Koalitionsregierung von Premierminister Netanjahu destabilisieren könnte. Die Koalition steht bereits wegen ihres Vorgehens in Gaza in der Kritik.
Befreiungen für Religionsschüler sind in Israel seit langem ein Quell der Reibung. Viele Israelis betrachten die Befreiung als unfair. Ultraorthodoxe Führer betrachten den Militärdienst als eine Bedrohung für ihre religiöse Lebensweise.
Weitere Proteste werden erwartet. Die Regierung steht unter zunehmendem Druck, die Frage der Wehrpflicht anzugehen. Die Untersuchung des Todes von Eisenthal wird fortgesetzt.
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