Kambodscha hat Chen Zhi, einen mutmaßlichen Drahtzieher eines riesigen Kryptowährungsbetrugs, an China ausgeliefert. Der Auslieferung ging seine Verhaftung am 6. Januar zusammen mit zwei weiteren chinesischen Staatsangehörigen voraus. Kambodschanische Behörden führten eine mehrmonatige gemeinsame Untersuchung zu transnationaler Kriminalität durch.
Chen Zhi, 37, wird in den USA seit letztem Oktober wegen des angeblichen Betriebs von Internetbetrug aus Kambodscha angeklagt. Diese Betrügereien sollen Kryptowährungen im Wert von Milliarden gestohlen haben. Auch Großbritannien verhängte Sanktionen gegen sein globales Wirtschaftsimperium, die Prince Group.
Kambodscha hat den Betrieb der Prince Bank, einer Tochtergesellschaft der Prince Group, ausgesetzt. Die Nationalbank von Kambodscha hat die Bank in Liquidation gegeben. Kunden können weiterhin Geld abheben und Kredite zurückzahlen.
Chen Zhi wird beschuldigt, verschleppte Arbeitskräfte in Zwangsarbeitslager gelockt zu haben, um Opfer weltweit zu betrügen. Chinas staatliche Medien bezeichneten ihn als Kopf eines großen grenzüberschreitenden Glücksspiel- und Betrugssyndikats. Er steht im Verdacht, Kasinos, Betrug und illegale Geschäfte betrieben zu haben. Seine Auslieferung stellt einen bedeutenden Schritt im Kampf gegen die transnationale Cyberkriminalität dar. Weitere Ermittlungen und Gerichtsverfahren werden in China erwartet.
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