Einige kalifornische Tech-Führungskräfte organisieren sich im Stillen, um den Abgeordneten Ro Khanna wegen seiner Unterstützung für eine vorgeschlagene staatliche Vermögenssteuer herauszufordern, so mehrere mit der Angelegenheit vertraute Quellen. Diese Personen, die um Anonymität baten, um private Gespräche zu erörtern, nutzen Plattformen wie WhatsApp und Telefonkonferenzen, um eine Kampagne gegen Khanna, einen Demokraten, der das Silicon Valley vertritt, zu planen.
Die Unzufriedenheit der Führungskräfte rührt von Khannas öffentlicher Verteidigung einer potenziellen einmaligen Vermögenssteuer in Kalifornien her, einer Politik, die darauf abzielt, Einnahmen von den wohlhabendsten Einwohnern des Staates zu generieren. Obwohl die Einzelheiten der vorgeschlagenen Steuer noch nicht feststehen, beinhalten solche Maßnahmen typischerweise die Veranlagung eines Prozentsatzes des Nettovermögens einer Person, der einen bestimmten Schwellenwert übersteigt. Dies könnte Vermögenswerte wie Aktien, Immobilien und andere Investitionen umfassen. Die Steuer soll die Einkommensungleichheit bekämpfen und öffentliche Dienstleistungen finanzieren, aber Kritiker argumentieren, dass sie wohlhabende Einzelpersonen und Unternehmen dazu anregen könnte, den Staat zu verlassen, was sich auf die Wirtschaft Kaliforniens auswirken würde.
Khanna, der auch maßgeblich die Veröffentlichung der Epstein-Akten vorangetrieben hat, hat in der Vergangenheit die Unterstützung der Tech-Industrie mit einer fortschrittlichen Politik in Einklang gebracht, eine Position, die nun zunehmend unter die Lupe genommen wird. Er gewann die Wiederwahl im Jahr 2024 mit Leichtigkeit und verfügt über eine beträchtliche Kriegskasse von fast 15 Millionen Dollar für seinen Wahlkampf. Dieser finanzielle Vorteil stellt eine erhebliche Hürde für jeden Herausforderer dar, selbst für einen, der von wohlhabenden Tech-Spendern unterstützt wird.
Die Bemühungen, Khanna zu entmachten, gelten angesichts seiner starken Unterstützung in seinem Wahlbezirk, insbesondere durch die südasiatische Gemeinschaft, als aussichtslos. Die Mobilisierung verdeutlicht jedoch die wachsende Spannung zwischen einigen Segmenten der Tech-Industrie und fortschrittlichen Gesetzgebern, die sich für eine Politik der Vermögensumverteilung einsetzen. Die Führungskräfte sind der Ansicht, dass Khannas Unterstützung für die Vermögenssteuer das Innovations- und Investitionsklima in Kalifornien untergräbt.
Die Situation unterstreicht die breitere Debatte über Vermögensungleichheit und Besteuerung im Technologiesektor. Da Technologieunternehmen weiterhin erheblichen Reichtum generieren, prüfen die politischen Entscheidungsträger verschiedene Mechanismen, um eine gerechtere Verteilung der Ressourcen zu gewährleisten. Der Ausgang dieser Herausforderung für Khanna könnte die Zukunft des politischen Engagements von Tech-Führungskräften in Bezug auf Steuerpolitik und andere Themen, die die Branche betreffen, signalisieren. Die nächsten Schritte für die beteiligten Führungskräfte sind noch unklar, aber es wird erwartet, dass sie in den kommenden Monaten weiterhin potenzielle Kandidaten und Fundraising-Strategien prüfen werden.
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