Bost leitete zusammen mit anderen Kandidaten die Klage gegen das Gesetz von Illinois ein, das Wahlbeamten erlaubt, Briefwahlstimmen, die bis zu zwei Wochen nach dem Wahltag eingehen, auszuzählen, sofern sie bis zum Wahltag abgestempelt wurden. Viele Staaten haben ähnliche Gesetze erlassen, die eine Nachfrist für die Rücksendung von Briefwahlunterlagen vorsehen, um potenziellen Verzögerungen bei der Postzustellung oder anderen unvorhergesehenen Problemen Rechnung zu tragen.
Oberster Richter John Roberts verfasste die Mehrheitsmeinung und erklärte, dass "Kandidaten ein konkretes" Interesse an den Gesetzen haben, die Wahlen regeln, und daher das Recht haben, diese anzufechten. Das Urteil präzisiert die Kriterien, nach denen Kandidaten Rechtsmittel im Zusammenhang mit Wahlverfahren einlegen können.
Der Fall befasste sich speziell mit der Frage, ob Kandidaten durch Wahlgesetze in dem Maße direkt geschädigt werden, dass sie das Recht haben, zu klagen. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs stellt fest, dass Kandidaten eine solche Klagebefugnis haben, die es ihnen ermöglicht, Klagen vor den Wahlen einzureichen, anstatt auf die Feststellung der Ergebnisse zu warten.
Die Auswirkungen des Urteils könnten weitreichend sein und möglicherweise Kandidaten die Möglichkeit eröffnen, eine breitere Palette von Wahlgesetzen im ganzen Land anzufechten. Dazu könnten Gesetze in Bezug auf Wählerausweise, Registrierungsanforderungen und andere Aspekte der Wahlverwaltung gehören. Die Argumente der abweichenden Richter und die spezifischen Details des Illinois-Gesetzes waren nicht sofort verfügbar. Die Auswirkungen dieser Entscheidung auf künftige wahlbezogene Rechtsstreitigkeiten dürften erheblich sein.
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