OpenAI hat eine mehrjährige Vereinbarung mit Cerebras, einem KI-Chiphersteller, geschlossen, um sich eine beträchtliche Menge an Rechenleistung zu sichern. Der Vertrag, der auf über 10 Milliarden Dollar geschätzt wird, wird OpenAI laut einer mit den Details vertrauten Quelle, wie von TechCrunch und Reuters berichtet, ab diesem Jahr bis 2028 mit 750 Megawatt Rechenleistung versorgen.
Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Geschwindigkeit zu erhöhen, mit der OpenAI seinen Kunden Ergebnisse liefert. In einem Blogbeitrag erklärte OpenAI, dass die neuen Systeme die Bearbeitungszeiten für Anfragen verkürzen würden, die derzeit mehr Zeit in Anspruch nehmen. Beide Unternehmen betonten die Bedeutung schnellerer Ergebnisse für die Nutzer von OpenAI.
Andrew Feldman, Mitbegründer und CEO von Cerebras, zog eine Parallele zwischen den Auswirkungen von Breitband auf das Internet und dem Potenzial von Echtzeit-Inferenz zur Transformation von KI. "So wie Breitband das Internet transformiert hat, wird Echtzeit-Inferenz KI transformieren", sagte Feldman.
Cerebras, das vor über einem Jahrzehnt gegründet wurde, hat seit dem Start von ChatGPT im Jahr 2022 und dem anschließenden Aufschwung in der KI-Entwicklung verstärkte Aufmerksamkeit erfahren. Das Unternehmen behauptet, dass seine Systeme, die speziell für KI-Aufgaben entwickelte Chips verwenden, GPU-basierte Systeme, wie sie beispielsweise von Nvidia angeboten werden, übertreffen. Diese Behauptungen wurden nicht unabhängig verifiziert.
Der technologische Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf der Wafer Scale Engine (WSE), einem einzelnen Siliziumwafer, der Tausende von miteinander verbundenen Prozessoren enthält. Diese Architektur wurde entwickelt, um KI-Workloads zu beschleunigen, indem Kommunikationsengpässe zwischen den Prozessoren minimiert werden.
Die Nachfrage nach Rechenleistung in der KI wird durch die zunehmende Komplexität von KI-Modellen angetrieben. Das Training dieser Modelle erfordert riesige Datenmengen und Rechenressourcen. Auch die Inferenz, der Prozess der Verwendung eines trainierten Modells zur Erstellung von Vorhersagen, profitiert von schnelleren Verarbeitungsgeschwindigkeiten, insbesondere bei Anwendungen, die Echtzeit-Antworten erfordern.
Cerebras hat im Jahr 2024 einen Antrag auf einen Börsengang (IPO) gestellt, diesen aber seither mehrmals verschoben. In der Zwischenzeit hat das Unternehmen weiterhin beträchtliches Kapital aufgenommen. Am Dienstag wurde berichtet, dass sich das Unternehmen in Gesprächen befand.
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