Laut einem Bericht des U.S. National Transportation Safety Board (NTSB) wies ein Flugzeug, das im November in Kentucky abstürzte und 15 Todesopfer forderte, einen strukturellen Fehler auf, der Boeing seit 15 Jahren bekannt war. Die UPS MD-11F Frachtmaschine stürzte ab, nachdem sich eines ihrer Triebwerke während der Startvorbereitungen in Louisville von der Tragfläche gelöst hatte. Das Flugzeug hob kurz ab, bevor es in ein Industriegebiet stürzte.
Das NTSB-Update enthüllte Risse in der Triebwerksaufhängung, ein Problem, das bereits bei anderen Flugzeugen beobachtet worden war. Boeing, der für das Flugzeug verantwortliche Hersteller, war damals zu dem Schluss gekommen, dass das Problem "nicht zu einer sicherheitsrelevanten Flugbedingung führen würde", so der Bericht.
Die MD-11 ist eine ältere Konstruktion, die ursprünglich von McDonnell Douglas hergestellt wurde, das Boeing 1997 übernahm. Die Produktion der MD-11 wurde im Jahr 2001 eingestellt, aber Boeing bietet weiterhin Ersatzteile und Serviceleistungen für die bestehende Flotte an. Der Absturz wirft Fragen zur langfristigen Wartung und Sicherheitsüberwachung alternder Flugzeuge auf, insbesondere im Luftfrachtsektor, der in den letzten Jahrzehnten aufgrund der Expansion des E-Commerce und der globalen Lieferketten ein erhebliches Wachstum verzeichnet hat. Der Vorfall dürfte die Aufsichtsbehörden weltweit auf den Plan rufen, darunter die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) und die Civil Aviation Administration of China (CAAC), die ebenfalls den Betrieb von MD-11-Flugzeugen regeln. Die NTSB-Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen und wird voraussichtlich Boeings ursprüngliche Bewertung des Fehlers und die anschließenden Wartungsprotokolle für die MD-11-Triebwerksaufhängung untersuchen.
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