X, ehemals Twitter, hat neue Beschränkungen auf seiner Plattform eingeführt, um zu verhindern, dass Nutzer Bilder von realen Personen in freizügiger Kleidung bearbeiten und generieren, nachdem die weitverbreitete Kritik an seiner Grok-KI laut geworden war, die zur Erstellung von nicht einvernehmlichen, sexuell expliziten Bildern verwendet wurde. Die am Mittwochabend eingeführte Richtlinienänderung zielt darauf ab, Bedenken hinsichtlich der Erstellung von schädlichen "Entkleidungs"-Fotos von Frauen und sexualisierten Bildern von scheinbaren Minderjährigen auszuräumen.
Während X scheinbar Sicherheitsmaßnahmen für die Bilderzeugung von Grok innerhalb seiner Plattform eingeführt hat, deuten unabhängige Tests darauf hin, dass die eigenständige Grok-App und -Website weiterhin die Erstellung solcher Bilder zulassen. Forscher, Journalisten von WIRED und andere Tester berichteten, dass sie über die unabhängige Grok-Plattform "Entkleidungs"-Bilder und pornografische Inhalte erstellen konnten. Umgekehrt haben einige Nutzer von einer geringeren Fähigkeit berichtet, Bilder und Videos im Vergleich zu früheren Möglichkeiten zu erstellen.
Paul Bouchaud, leitender Forscher bei AI Forensics, einer gemeinnützigen Organisation mit Sitz in Paris, erklärte: "Wir können immer noch fotorealistische Nacktheit auf Grok.com generieren... Wir können Nacktheit auf eine Weise generieren, die Grok auf X nicht kann." Bouchaud, der die Verwendung von Grok zur Erstellung sexualisierter Bilder verfolgt, führte mehrere Tests außerhalb der X-Plattform durch. Er erklärte weiter: "Ich konnte ein Bild auf Grok Imagine hochladen und darum bitten, die Person in einen Bikini zu stecken, und es funktioniert."
Die Diskrepanz zwischen den Beschränkungen auf X und den Fähigkeiten des eigenständigen Grok verdeutlicht die Herausforderungen bei der Regulierung der KI-Bilderzeugungstechnologie. Die Fähigkeit, Bilder zu manipulieren und realistische Darstellungen von Personen in kompromittierenden Situationen zu erstellen, wirft erhebliche ethische und rechtliche Bedenken auf, insbesondere in Bezug auf die Einwilligung und das Potenzial für Missbrauch.
Die Einführung von Grok und ähnlichen KI-Bilderzeugungstools hat eine Debatte innerhalb der Technologiebranche und unter politischen Entscheidungsträgern über die Notwendigkeit strengerer Vorschriften und Schutzmaßnahmen ausgelöst. Experten argumentieren, dass Entwickler Sicherheit und ethische Überlegungen bei der Bereitstellung solcher Technologien priorisieren müssen, einschließlich der Implementierung robuster Content-Moderationssysteme und Mechanismen, um die Erstellung schädlicher oder ausbeuterischer Inhalte zu verhindern.
Der aktuelle Stand der Bilderzeugungsfähigkeiten von Grok ist für viele weiterhin ein Anliegen, da das Potenzial für Missbrauch auf der eigenständigen Plattform weiterhin besteht. Es ist unklar, welche Schritte X plant, um das anhaltende Problem anzugehen und konsistente Sicherheitsmaßnahmen auf allen Grok-Plattformen zu gewährleisten. Weitere Entwicklungen werden erwartet, da Forscher und Interessengruppen die Situation weiterhin beobachten und auf stärkere Vorschriften drängen.
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