Fast-Food-Kette Leon verlagert ihren Fokus auf Verkehrsknotenpunkte wie Raststätten, Flughäfen und Bahnhöfe, nachdem 20 Standorte in Haupteinkaufsstraßen geschlossen wurden. CEO John Vincent nannte steigende Gewerbesteuern und allgemeine Kostensteigerungen als Faktoren, die die Haupteinkaufsstraßen weniger rentabel machen.
Das Unternehmen hatte jährlich 10 Millionen Pfund Verlust gemacht. Vincent, ein Mitbegründer, kaufte Leon letztes Jahr von Asda zurück. Das Unternehmen bestellte jedoch letzten Monat Insolvenzverwalter und kündigte eine größere Umstrukturierung seiner 71 Restaurants mit 1.000 Mitarbeitern an.
Dieser Schritt spiegelt einen breiteren Trend wider, bei dem sich Unternehmen an veränderte wirtschaftliche Bedingungen und das Konsumverhalten anpassen. Das Ende der Erleichterungen bei den Gewerbesteuern aus der Covid-Ära im April, verbunden mit Erhöhungen des steuerpflichtigen Werts von Immobilien, setzt das Gastgewerbe unter Druck. Vincent bezeichnete Steuererhöhungen als "unglaublich schädlich" für die Branche und deutete an, dass nur Unternehmen, die qualitativ minderwertigere Lebensmittel anbieten, weitere Steuererhöhungen überleben würden.
Leon, gegründet mit dem Fokus auf gesünderes Fast Food, florierte zunächst in den Haupteinkaufsstraßen. Die Umstrukturierung des Unternehmens verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen Unternehmen stehen, wenn sie Qualität und Erschwinglichkeit in einem wettbewerbsintensiven Markt in Einklang bringen müssen.
Der zukünftige Erfolg der Strategie von Leon hängt von seiner Fähigkeit ab, die flüchtige Kundschaft in Verkehrsknotenpunkten zu gewinnen. Dieser Schwenk könnte ein nachhaltigeres Geschäftsmodell ermöglichen, erfordert aber auch die Anpassung der Speisekarte und des Betriebs an die spezifischen Anforderungen dieser Standorte. Die Fähigkeit des Unternehmens, diese Herausforderungen zu meistern, wird darüber entscheiden, ob es sein Vermögen wiederbeleben kann.
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