Singapur versucht, seinen schwächelnden Aktienmarkt mit einer neuartigen Partnerschaft mit der NASDAQ wiederzubeleben und einen rationalisierten Weg für Unternehmen zu schaffen, sich an beiden Börsen listen zu lassen. Die SGX-NASDAQ Dual Listing Bridge, die voraussichtlich im Laufe dieses Jahres in Betrieb genommen wird, zielt darauf ab, Singapurs Schwierigkeiten bei der Anziehung von Börsengängen (IPOs) und anderen Transaktionen zu beheben, eine Herausforderung, die dazu geführt hat, dass es hinter regionalen Wettbewerbern wie der Hong Kong Stock Exchange zurückbleibt.
Die Initiative soll Unternehmen sowohl den Zugang zu den tiefen Kapitalmärkten der USA als auch die starke Markenbekanntheit in Südostasien ermöglichen. Chan Yew Kiang, ASEAN IPO Leader bei EY, glaubt, dass die Brücke besonders für südostasiatische Unternehmen attraktiv sein wird. Tay Hwee Ling, Capital Service Markets Leader bei Deloitte Southeast Asia, deutet an, dass auch US-Firmen davon profitieren könnten, indem sie ihre Handelszeiten verlängern und ihre Präsenz in der Region stärken.
Clifford Lee, Global Head of Banking bei DBS, merkte an, dass die Partnerschaft auch die Investitionsmöglichkeiten für asiatische Investoren erweitert, die inmitten geopolitischer Unsicherheiten eine Diversifizierung anstreben. Ein Sprecher der SGX hob das "Global Listing Board" hervor und betonte, dass Unternehmen durch einen vereinfachten Prozess das "Beste aus beiden Welten" nutzen können – die Tiefe des US-Marktes und das asiatische Wachstum. Die konkreten finanziellen Details zu den Kotierungsgebühren und regulatorischen Anforderungen für den Dual-Listing-Prozess werden voraussichtlich in den kommenden Monaten veröffentlicht. Der Erfolg dieser Initiative wird sich wahrscheinlich an der Anzahl der Unternehmen messen lassen, die die Brücke innerhalb der ersten Jahre nutzen, sowie an dem anschließenden Anstieg des Handelsvolumens an der SGX.
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