Präsident Donald Trump plant, Wanda Vazquez Garced, die ehemalige Gouverneurin von Puerto Rico, zu begnadigen, wie das Weiße Haus gegenüber mehreren US-amerikanischen Medien bestätigte. Die Ankündigung folgt einem Bericht von CBS News vom Freitag, wonach eine Begnadigung wahrscheinlich sei.
Beamte der Trump-Regierung haben die Begnadigung mit der anhaltenden Kritik des Präsidenten an dem in Verbindung gebracht, was er als politisch motivierte rechtliche Schritte bezeichnet. "Dieser ganze Fall ist ein Beispiel für politische Verfolgung", sagte ein ungenannter Trump-Beamter gegenüber Reuters.
Vazquez, die von 2019 bis 2021 als Gouverneurin amtierte, war mit Anklagen im Zusammenhang mit angeblicher Bestechung während ihrer Kampagne im Jahr 2020 konfrontiert. Während Details des Vergleichs weiterhin vertraulich sind, würde die Begnadigung alle potenziellen Konsequenzen aus dem Fall effektiv aufheben.
Seit seiner Rückkehr ins Amt für eine zweite Amtszeit hat Präsident Trump eine Reihe von Begnadigungen für rechtsgerichtete Persönlichkeiten und Verbündete ausgesprochen. Dazu gehört die kürzliche Begnadigung des ehemaligen honduranischen Präsidenten Juan Orlando Hernandez, der verurteilt worden war. Diese Maßnahmen haben Kritik aus einigen Kreisen hervorgerufen, mit Vorwürfen des Missbrauchs präsidialer Macht. Befürworter argumentieren jedoch, dass die Begnadigungen notwendig seien, um das zu korrigieren, was sie als politisch motivierte Strafverfolgungen ansehen.
Die Begnadigung von Vazquez trägt zu der laufenden Debatte über die Nutzung des präsidialen Gnadenrechts durch den Präsidenten bei. Der Schritt wird wahrscheinlich durch eine parteiische Brille betrachtet werden, wobei einige ihn als weiteren Beweis für Trumps Missachtung der Rechtsstaatlichkeit kritisieren werden, während andere ihn wahrscheinlich als einen Akt der Gerechtigkeit gegen politisches Targeting verteidigen werden. Das Weiße Haus hat noch keine offizielle Erklärung veröffentlicht, in der die Gründe für die Begnadigung dargelegt werden.
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