Ugandas Präsident Yoweri Museveni führte bei den Präsidentschaftswahlen am Donnerstag laut vorläufigen Ergebnissen deutlich, während sein Hauptrivale Bobi Wine Betrug vorwarf und die Glaubwürdigkeit des Prozesses in Frage stellte. Nachdem 81 % der Wahllokale ausgezählt waren, deuteten die Zahlen darauf hin, dass Museveni 74 % der Stimmen erhielt, verglichen mit Wines 23 %.
Wines Partei behauptete in den sozialen Medien, dass ein Hubschrauber an seiner Residenz in Kampala gelandet sei und er "gewaltsam an einen unbekannten Ort gebracht" worden sei. Der Sohn des Oppositionsführers erklärte weiter, dass beide Elternteile vom Militär festgenommen worden seien. Der Zugang zum Internet war im Land eingeschränkt, was die Überprüfung dieser Behauptungen erschwerte. Die örtliche Polizei teilte der BBC mit, dass sie keine Kenntnis von dem angeblichen Vorfall habe.
Zuvor hatte Wine erklärt, er stehe unter Hausarrest, da Sicherheitskräfte sein Haus umstellten, nachdem er Wahlbetrug behauptet hatte. Polizeisprecher Kituuma Rusoke sagte dem lokalen Sender NBS, dass Wine als Präsidentschaftskandidat "eine Person von Interesse" sei, und erklärte die starke Sicherheitspräsenz.
Yoweri Museveni ist seit 1986 Präsident von Uganda. Bobi Wine, ein populärer Musiker, der sich der Politik zugewandt hat, hat sich zu einer bedeutenden Oppositionsfigur entwickelt, insbesondere bei jüngeren Wählern. Die Wahl fand inmitten von Bedenken hinsichtlich der Menschenrechte und der Fairness des Wahlprozesses statt.
Das Ergebnis der Wahl und die Betrugsvorwürfe dürften die politischen Spannungen in Uganda weiter eskalieren. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Situation aufmerksam. Weitere Aktualisierungen werden erwartet, sobald weitere Ergebnisse veröffentlicht werden und sich die Situation entwickelt.
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