WestJet gab am Freitag bekannt, dass sie ihre Entscheidung, in einigen ihrer Flugzeuge nicht verstellbare Economy-Sitze einzubauen, aufgrund von Passagierbeschwerden über die reduzierte Beinfreiheit rückgängig machen wird. Die kanadische Fluggesellschaft, die zweitgrößte des Landes, hatte geplant, den Sitzabstand – den Abstand zwischen den Reihen – in umgebauten Flugzeugen von etwa 30 Zoll auf 28 Zoll zu verringern, um eine zusätzliche Sitzreihe zu ermöglichen.
Laut WestJet-CEO Alexis von Hoensbroech sollte dieser Schritt dazu dienen, die niedrigen Flugpreise beizubehalten. Er erklärte: "Als unternehmerische Fluggesellschaft, die gegründet wurde, um Flugreisen für Kanadier erschwinglich zu machen, liegt das in unserer DNA." Die Passagiere kritisierten die neue Sitzanordnung jedoch in den sozialen Medien und bezeichneten sie als eng und unbequem. Eine TikTok-Nutzerin, Amanda Schmidt, veröffentlichte ein Video, das die begrenzte Beinfreiheit hervorhob und viral ging.
Die Fluggesellschaft hatte die nicht verstellbaren Sitze zunächst als eine Möglichkeit verteidigt, den persönlichen Freiraum zu erhalten. Die Entscheidung zur Kehrtwende spiegelt die Sensibilität der Fluggesellschaft für Kundenfeedback und die potenziellen Auswirkungen auf ihren Markenruf wider. Obwohl die Fluggesellschaft die finanziellen Auswirkungen der Rückkehr zur vorherigen Konfiguration nicht bekannt gab, dürften die Kosten für die Neukonfiguration der Kabinen erheblich sein.
Die ursprüngliche Entscheidung, den Sitzabstand zu verringern, steht im Einklang mit einem breiteren Branchentrend, bei dem Fluggesellschaften versuchen, die Kapazität und den Umsatz pro Flug zu maximieren. Viele Fluggesellschaften weltweit verwenden ähnliche Sitzabstände, um wettbewerbsfähige Preise zu gewährleisten. Die Erfahrung von WestJet zeigt jedoch die potenziellen Risiken, die entstehen, wenn Kostensenkungsmaßnahmen über den Komfort der Passagiere gestellt werden.
WestJet wird nun mit der Rückführung der Economy-Kabinen in ihre ursprüngliche Konfiguration beginnen. Der Zeitplan für den Abschluss dieses Prozesses war nicht sofort verfügbar. Die Aktienperformance der Fluggesellschaft wurde durch die Ankündigung nicht unmittelbar beeinflusst.
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