US-Außenminister Marco Rubio und der ehemalige britische Premierminister Sir Tony Blair wurden als Gründungsmitglieder des "Friedensrates" der Trump-Regierung für Gaza ernannt, wie das Weiße Haus am Freitag mitteilte. Trumps Nahost-Gesandter Steve Witkoff und der Schwiegersohn des Präsidenten, Jared Kushner, werden laut der Erklärung ebenfalls dem "Gründungsvorstand" angehören.
Präsident Trump wird als Vorsitzender des Gremiums fungieren, das Teil seines 20-Punkte-Plans zur Beendigung des Krieges zwischen Israel und Hamas ist. Es wird erwartet, dass der Rat vorübergehend die Leitung von Gaza überwacht und dessen Wiederaufbau verwaltet.
Weitere Mitglieder des Gründungsvorstands sind Marc Rowan, der Leiter einer Private-Equity-Firma, der Chef der Weltbank, Ajay Banga, und der US-Sicherheitsberater Robert Gabriel. Die Erklärung des Weißen Hauses deutete an, dass jedes Mitglied ein Portfolio haben würde, das "entscheidend für die Stabilisierung und den langfristigen Erfolg Gazas" sei.
Trump hatte die Bildung des Gremiums am Donnerstag angekündigt und es als den "größten und prestigeträchtigsten Rat, der jemals zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort zusammengestellt wurde" bezeichnet. Die spezifischen Rollen und Verantwortlichkeiten der einzelnen Mitglieder wurden in der ersten Ankündigung nicht sofort detailliert beschrieben.
Die Bildung des "Friedensrates" erfolgt inmitten der laufenden Bemühungen, einen dauerhaften Waffenstillstand zu erreichen und die humanitäre Krise in Gaza zu bewältigen. Das Mandat des Gremiums umfasst die Verwaltung der Wiederaufbaubemühungen, für die erhebliche internationale Investitionen und Koordination erforderlich sein werden. Die Beteiligung hochkarätiger Persönlichkeiten wie Blair und Rubio deutet auf den Versuch hin, breite internationale Unterstützung für die Initiative zu gewinnen.
Die Initiative steht vor erheblichen Herausforderungen, darunter die Bewältigung der komplexen politischen Landschaft in der Region und die Sicherstellung der Zusammenarbeit verschiedener Interessengruppen, darunter Israel, Hamas und andere internationale Akteure. Der langfristige Erfolg des Gremiums wird von seiner Fähigkeit abhängen, die Ursachen des Konflikts zu bekämpfen und einen nachhaltigen Weg zu Frieden und Stabilität in Gaza zu schaffen. Weitere Ankündigungen zu den operativen Plänen und spezifischen Projekten des Gremiums werden in den kommenden Wochen erwartet.
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