Die Bewohner von "Little Morocco" im Londoner Stadtteil North Kensington zeigten sich sehr zuversichtlich, dass die marokkanische Fußballnationalmannschaft, die Atlaslöwen, Senegal im Finale des Afrika-Cups (Afcon) am Sonntag besiegen würde. Die marokkanische Diaspora in der Gegend, die sich um die Golborne Road und den Trellick Tower konzentriert, erwartete einen Sieg, der der Gemeinschaft Einheit und Freude bringen würde.
Souad Talsi, die das marokkanische Frauenzentrum Al-Hasaniya am Fuße des Trellick Tower leitet, bemerkte die weitverbreitete Begeisterung. "Es gibt nicht nur eine Begeisterung, sie hat alles andere völlig in den Schatten gestellt", sagte Talsi. Sie betonte die einigende Kraft des Turniers, insbesondere angesichts der aktuellen globalen Ereignisse. "Im Moment gibt es so viel Trübsal und Untergangsstimmung, und die Menschen sind wegen Gaza deprimiert, aber der Fußball hat uns eine Atempause von all dem verschafft. Er hat die marokkanische Diaspora völlig vereint und uns einen Sinn und ein Zugehörigkeitsgefühl gegeben."
Der Afrika-Cup, offiziell CAN, ist der wichtigste internationale Fußballwettbewerb in Afrika. Er wird von der Confédération Africaine de Football (CAF) sanktioniert und wurde erstmals 1957 ausgetragen. Das Turnier findet alle zwei Jahre statt und wechselt sich mit der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft ab. Marokko hat das Turnier einmal gewonnen, im Jahr 1976.
Die Vorfreude auf das Afcon-Finale unterstrich das starke Gemeinschaftsgefühl innerhalb der marokkanischen Diaspora in London. Der Fokus der Gemeinschaft liegt nun auf dem Ausgang des Spiels am Sonntag, wobei viele auf einen Sieg hoffen, der ihre kollektive Identität weiter stärken und einen Moment des Feierns bringen würde.
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