Die Federal Aviation Administration (FAA) hat am Freitag US-amerikanische Flugzeugbetreiber ermahnt, bei Flügen über den östlichen Pazifik, insbesondere in der Nähe von Mexiko, Mittelamerika und Teilen Südamerikas, wachsam zu sein. Die Behörde nannte militärische Aktivitäten und mögliche Störungen von Satellitennavigationssystemen als Gründe für die Warnung.
Die FAA gab die Warnung in einer Reihe von Notices to Airmen (NOTAMs) heraus, die routinemäßig in Regionen mit nahegelegenen Feindseligkeiten verbreitet werden. Diese Hinweise, die 60 Tage lang gültig sind, weisen darauf hin, dass potenzielle Risiken für Flugzeuge in allen Höhenlagen bestehen, auch während des Überflugs sowie in der An- und Abflugphase.
Diese Warnungen folgen auf fast vier Monate US-amerikanischer Militäraktionen gegen Schiffe in der Karibik und im östlichen Pazifik, von denen die US-Regierung behauptete, sie seien in den Drogenhandel verwickelt. Laut der Trump-Regierung umfasste diese Kampagne 35 bekannte Angriffe, die zu mindestens 115 Todesfällen führten.
Die FAA gab im November eine ähnliche Warnung heraus und riet Piloten, bei Flügen über venezolanischen Luftraum aufgrund einer sich verschlechternden Sicherheitslage und verstärkter militärischer Aktivitäten Vorsicht walten zu lassen. Dies folgte auf einen groß angelegten US-Angriff auf Caracas, die Hauptstadt Venezuelas, am 3. Januar.
Das NOTAM-System der FAA ist eine kritische Komponente der Flugsicherheit und versorgt Piloten mit zeitnahen Informationen über potenzielle Gefahren entlang ihrer Flugrouten. Diese Gefahren können von vorübergehenden Hindernissen für Navigationshilfen bis hin zu militärischen Übungen und Sicherheitsbedenken reichen. Die Behörde stützt sich auf verschiedene Quellen, darunter Militärbehörden und Geheimdienste, um Informationen für diese Hinweise zu sammeln.
Das Potenzial für Störungen der Satellitennavigation wirft Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit von GPS und anderen Globalen Navigationssatellitensystemen (GNSS) auf, die von Flugzeugen verwendet werden. Solche Störungen können von Jamming- oder Spoofing-Aktivitäten herrühren, die Positionsdaten stören oder verfälschen können, was potenziell zu Navigationsfehlern führt.
Die Warnung der FAA unterstreicht das komplexe Zusammenspiel zwischen militärischen Operationen, geopolitischen Spannungen und der Sicherheit der zivilen Luftfahrt. Da militärische Aktivitäten immer ausgefeilter und geografisch verteilter werden, wächst das Risiko unbeabsichtigter Folgen für zivile Flugzeuge, was ständige Wachsamkeit und proaktive Maßnahmen der Luftfahrtbehörden erfordert. Die Behörde beobachtet die Situation weiterhin und wird bei Bedarf Aktualisierungen bereitstellen.
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