Die Generation Z wendet sich zunehmend an Social-Media-Plattformen wie TikTok und Instagram, um sich Anlageberatung zu holen. Angetrieben wird dies durch den Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit und befeuert durch den Aufstieg von "RichTok"-Influencern. Eine Umfrage des Oliver Wyman Forums unter 300.000 Anlegern über fünf Jahre ergab, dass Social Media von 55 % der Gen Z- und 44 % der Millennial-Investoren als Hauptgrund für Investitionen genannt wurde.
Dieser Trend spiegelt einen breiteren kulturellen Wandel wider, da junge Menschen nach alternativen Wegen zur finanziellen Sicherheit suchen. Influencer für persönliche Finanzen füllen eine Lücke und bieten zugängliche und ansprechende Inhalte. Videos, die Anlagestrategien erklären, wie man beispielsweise 1.000 Dollar in den Aktienmarkt investiert, oder die komplexe Finanzthemen mithilfe von Popkultur-Referenzen vereinfachen, erzielen oft Hunderttausende von Aufrufen.
Vivian Tu, bekannt als Your Rich BFF, hat mit 2,7 Millionen TikTok-Followern und 3,8 Millionen auf Instagram eine beträchtliche Anhängerschaft aufgebaut. Tu bietet Ratschläge zu Investitionen, Finanzplanung und Steuerschlupflöchern und präsentiert eine nachvollziehbare Alternative zu traditionellen Finanzberatern. "Plötzlich hat man jemanden, der nicht wie der Finanzberater deines Vaters aussieht", sagte Tu gegenüber Fortune. "Man hat jemanden, der aussieht, als könnte ich die beste Freundin von jedem aus dem College sein."
Tus Ansatz konzentriert sich darauf, Finanzen zugänglicher und unterhaltsamer zu gestalten. "Ich möchte mein Publikum unterhalten und aus Finance Funance machen und es einfach...", fügte sie hinzu. Diese Strategie findet Anklang bei einer Generation, die Wert auf Authentizität legt und Informationen in leicht verdaulichen Formaten sucht.
Der Aufstieg von "RichTok" und das Vertrauen auf Social Media für Finanzberatung werfen Fragen nach den potenziellen Risiken und Vorteilen auf. Während diese Plattformen den Zugang zu Finanzinformationen demokratisieren können, ist es wichtig, die Glaubwürdigkeit und das Fachwissen der Influencer, die Ratschläge geben, zu berücksichtigen.
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