Trumps Gaza-Friedensteam steht wegen Zusammensetzung und Herausforderungen in der Kritik
Washington D.C. – Das kürzlich vom Weißen Haus angekündigte Gaza-"Friedensgremium" steht aufgrund seiner Zusammensetzung und der erheblichen Herausforderungen, vor denen es bei der Erreichung seiner Ziele steht, unmittelbar in der Kritik. Die Initiative, die Frieden und Investitionen im Gazastreifen fördern soll, ist aufgrund ihrer überwiegend amerikanischen Zusammensetzung und des Fehlens palästinensischer Vertreter in ihren Führungsgremien in die Kritik geraten, wie BBC World berichtet.
Das Friedensgremium besteht aus zwei getrennten Führungsgremien. Das eine ist ein "Gründungsvorstand" (founding Executive Board), der sich auf Investitionen und Diplomatie konzentriert. Das andere, der "Gaza-Vorstand" (Gaza Executive Board), wird die Arbeit vor Ort überwachen. Persönlichkeiten wie Marco Rubio und Jared Kushner sind neben dem Präsidenten der Weltbank, Ajay Banga, im "Gründungsvorstand" vertreten.
Der Erfolg der Initiative hängt davon ab, dass komplexe politische Dynamiken bewältigt und die Zustimmung der palästinensischen Interessengruppen gesichert wird, obwohl palästinensische Vertreter in den Führungsgremien fehlen. Einige Kritiker meinen, der Plan des US-Präsidenten ähnele einer kolonialen Lösung, die über die Köpfe der Palästinenser hinweg verhängt werde, so BBC World.
Es gibt noch einige Unbekannte, darunter die Frage, wer sonst noch in die Gremien aufgenommen werden könnte, und die genaue Struktur des derzeit recht komplizierten Aufbaus. Die BBC berichtet, dass die Namensliste wenig dazu beitragen wird, die Kritik aus einigen Kreisen zu zerstreuen.
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