Das FBI fordert Agenten aus den gesamten Vereinigten Staaten auf, sich freiwillig für einen zeitlich begrenzten Einsatz in Minneapolis zu melden, so Quellen, die mit der Situation vertraut sind. In den letzten Tagen habe die Behörde landesweit Nachrichten verbreitet, in denen sie Freiwillige für eine vorübergehende Versetzung in die Stadt suchte, so diese Quellen.
In den Nachrichten wurden die eskalierenden Anti-Immigration and Customs Enforcement (ICE)-Proteste in Minneapolis nicht explizit erwähnt, noch wurde die spezifische Art des Einsatzes detailliert beschrieben, so die Quellen. Das Justizministerium und das Ministerium für Innere Sicherheit haben ihre Präsenz in der Stadt bereits verstärkt. Minneapolis ist zu einem Brennpunkt für Anti-ICE-Proteste geworden, nachdem Renee Good am 7. Januar von einem Beamten erschossen wurde, als sie sich in ihrem Auto befand.
Es bleibt unklar, welche Aufgaben das FBI den freiwilligen Agenten zuweisen würde. Traditionell konzentrieren sich FBI-Agenten auf nationale Sicherheitsangelegenheiten wie Terrorismusbekämpfung, organisierte Kriminalität und aufsehenerregende Gewaltverbrechen.
FBI-Direktor Kash Patel und der stellvertretende US-Justizminister Todd Blanche besuchten am Freitag Minneapolis, wie aus einem Beitrag hervorgeht, der auf Patels X-Account geteilt wurde. In dem Beitrag erklärte Patel, dass das FBI hart gegen Gewaltverbrechen vorgehe.
Die verstärkte Bundespräsenz in Minneapolis spiegelt einen breiteren Trend wider, Strafverfolgungsressourcen zur Bekämpfung von Protesten und zivilen Unruhen einzusetzen. Dies wirft Fragen nach der angemessenen Rolle von Bundesbehörden in lokalen Strafverfolgungsangelegenheiten und den potenziellen Auswirkungen auf die bürgerlichen Freiheiten auf. Die Situation verdeutlicht auch die anhaltende Debatte über die Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen und die Reaktion der Öffentlichkeit darauf.
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