Laut staatlichen Wahlbehörden hat Yoweri Museveni seine siebte Amtszeit als Präsident von Uganda gewonnen und dabei mehr als 70 % der Stimmen erhalten. Die Ankündigung erfolgte nach einer Abschaltung des Internets und Betrugsvorwürfen seines Hauptkonkurrenten Bobi Wine.
Wine, ein Musiker und politischer Neuling, bezeichnete die Ergebnisse als gefälscht und behauptete, dass Wahlhelfer entführt worden seien. Er nannte diese und andere Unregelmäßigkeiten als Beweis für weitverbreitetes Wahlmissverhalten. Er forderte seine Anhänger auf, friedlich zu protestieren, um die Freigabe der seiner Meinung nach rechtmäßigen Ergebnisse zu fordern. Wine behauptete auch, er sei aus seinem Haus geflohen, weil Sicherheitskräfte am Freitag eine Razzia durchgeführt hätten, wobei seine Partei behauptete, er sei aus seiner Residenz abgeführt worden.
Museveni, der seit 40 Jahren Präsident ist, ist nun der dritthöchstdienende nicht-royale Staatschef der Welt. Diese Wahl markiert eine weitere Verlängerung seiner Herrschaft, die 1986 begann.
Die Wahl fand unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen und eingeschränktem Internetzugang statt, was bei internationalen Beobachtern zu Bedenken hinsichtlich der Fairness und Transparenz des Prozesses führte. Die Regierung verteidigte die Abschaltung des Internets als Maßnahme, um die Verbreitung von Fehlinformationen zu verhindern und die Ordnung während der Wahlperiode aufrechtzuerhalten.
Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union haben Bedenken hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der Wahl geäußert und Untersuchungen der gemeldeten Unregelmäßigkeiten gefordert. Oppositionsparteien werfen Musevenis Regierung seit langem vor, staatliche Ressourcen zu nutzen, um Andersdenkende zu unterdrücken und Wahlen zu manipulieren, Vorwürfe, die die Regierung bestreitet.
Derzeit ist Museveni bereit, seine neue Amtszeit anzutreten, während Wine angedeutet hat, dass er rechtliche und politische Wege beschreiten wird, um die Wahlergebnisse anzufechten. Das Potenzial für Proteste und weitere politische Instabilität bleibt nach der Wahl ein Problem.
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