Wissenschaftler haben Bd seit langem als eine Hauptursache für den Rückgang der Amphibien erkannt, der zum Aussterben von Hunderten von Arten geführt hat. Die neue Forschung liefert genetische Beweise und Handelsdaten, die darauf hindeuten, dass internationale Froschfleischmärkte als Kanal für die globale Ausbreitung des Pilzes dienten. Die Forscher identifizierten mehrere genetische Varianten des Pilzes in verschiedenen Regionen und verfolgten ihren Ursprung bis nach Brasilien zurück.
"Unsere Ergebnisse geben Anlass zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich der Rolle des Wildtierhandels bei der Ausbreitung von Krankheitserregern", sagte Dr. Isabella Soares, Hauptautorin der Studie. "Die internationale Verbringung von Tieren, selbst für scheinbar harmlose Zwecke wie die Lebensmittelproduktion, kann verheerende Folgen für die biologische Vielfalt haben."
Es wird angenommen, dass der Ochsenfrosch, eine exotische Art, die seit den 1930er Jahren in Brasilien kommerziell gezüchtet wird, ein wichtiger Vektor bei der Ausbreitung des Pilzes ist. Diese Frösche werden oft in großer Zahl gezüchtet und dann zur Konsumation in verschiedene Länder exportiert. Die räumliche Nähe der Frösche in diesen Farmen, kombiniert mit dem internationalen Versand, schuf ideale Bedingungen für die rasche Ausbreitung des Pilzes.
Der Froschfleischhandel ist in einigen Teilen der Welt ein bedeutender Wirtschaftszweig, insbesondere in Asien und Europa, wo Froschschenkel als Delikatesse gelten. Während es in einigen Ländern Vorschriften zur Überwachung des Handels mit lebenden Tieren gibt, reichen diese Maßnahmen oft nicht aus, um das Risiko der Übertragung von Krankheitserregern angemessen zu berücksichtigen.
"Die derzeitigen Vorschriften reichen eindeutig nicht aus, um die Ausbreitung von Krankheiten durch den Wildtierhandel zu verhindern", erklärte Dr. Kenichi Ito, ein Naturschutzbiologe an der Universität Tokio, der nicht an der Studie beteiligt war. "Wir brauchen eine stärkere internationale Zusammenarbeit und eine striktere Durchsetzung, um gefährdete Arten zu schützen."
Die Ergebnisse der Studie unterstreichen die Notwendigkeit einer stärkeren Kontrolle des Wildtierhandels und seiner potenziellen Auswirkungen auf die globale biologische Vielfalt. Experten fordern eine verstärkte Überwachung von Froschfarmen, strengere Vorschriften für den internationalen Handel und öffentliche Aufklärungskampagnen, um die Verbraucher über die Risiken des Konsums von exotischem Fleisch aufzuklären. Die Forschung unterstreicht auch die Bedeutung von Biosicherheitsmaßnahmen zur Verhinderung der Einschleppung und Ausbreitung invasiver Arten und Krankheitserreger. Es sind weitere Forschungsarbeiten geplant, um die spezifischen Wege zu untersuchen, auf denen sich der Pilz ausgebreitet hat, und um andere potenzielle Vektoren zu identifizieren.
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