Großbritannien zögert Beitritt zu Trumps Friedensrat an, nennt Putins Bedenken
DAVOS, Schweiz – Das Vereinigte Königreich zögert mit dem Beitritt zum von den Vereinigten Staaten geführten Friedensrat aufgrund von Bedenken hinsichtlich der potenziellen Beteiligung des russischen Präsidenten Wladimir Putin und der umfassenderen Auswirkungen der Initiative auf die internationale Konfliktlösung. Außenministerin Yvette Cooper erklärte laut BBC auf einer Zeremonie beim Weltwirtschaftsforum in Davos, dass Großbritannien "heute nicht zu den Unterzeichnern gehören wird".
Die Entscheidung spiegelt ein breiteres Unbehagen unter traditionellen US-Verbündeten hinsichtlich des Umfangs des Friedensrates und seines Potenzials zur Untergrabung etablierter diplomatischer Rahmen wider, so mehrere Quellen. Der auf dem Weltwirtschaftsforum vorgestellte Rat wird von den USA als neue internationale Organisation zur Lösung von Konflikten beworben, wobei Präsident Donald Trump als Vorsitzender fungiert und ihm weitreichende Entscheidungsbefugnisse einräumt.
Cooper sagte der BBC, dass Großbritannien eingeladen worden sei, dem Rat beizutreten, ihn aber als einen "völkerrechtlichen Vertrag betrachtet, der viel umfassendere Fragen aufwirft" als ursprünglich dargestellt. Während der Rat darauf abzielt, Konflikte zu lösen, fehlt es seiner Charta laut Berichten an einem spezifischen Fokus auf dringende Probleme wie den Krieg zwischen Israel und Hamas.
Das Zögern Großbritanniens unterstreicht die globale Skepsis gegenüber der Initiative. Es wurden Bedenken hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen des Rates auf die Rolle der Vereinten Nationen bei der internationalen Konfliktlösung geäußert. Die Entscheidung Großbritanniens, den Beitritt zum Friedensrat zu verzögern, verdeutlicht die Komplexität und die Herausforderungen bei der Bildung eines internationalen Konsenses über neue Ansätze zur globalen Konfliktlösung.
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